FORTIS
← FORTIS
Ciencia

Wissenschaft enthüllt: Warum Frankfurts Reisen nach Leipzig oft in einer Niederlage enden

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-10-10

Eine neue Studie der Goethe-Universität Frankfurt zeigt, dass Reiseermüdung und zirkadiane Rhythmusstörungen die Leistung von Sportteams signifikant beeinträchtigen – und erklärt damit das Phänomen der ungeliebten Fahrten nach Leipzig.

**Lead**

Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung hat Licht auf ein Phänomen geworfen, das Fußballfans in Frankfurt seit Jahren beschäftigt: die auffällig häufigen Niederlagen der Mannschaft bei Auswärtsspielen in Leipzig. Forscher der Goethe-Universität Frankfurt haben in einer umfassenden Studie die physiologischen und psychologischen Auswirkungen von Langstreckenreisen auf die sportliche Leistung analysiert. Die Ergebnisse legen nahe, dass die rund 400 Kilometer lange Anreise nach Leipzig nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit ist, sondern messbare negative Effekte auf den Körper der Athleten hat.

**Contexto**

Die Rivalität zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig ist in der Bundesliga bekannt, doch die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Frankfurt hat in Leipzig eine überdurchschnittlich hohe Niederlagenquote. Bisher wurde dies oft auf taktische oder mentale Faktoren zurückgeführt. Die neue Studie, die im renommierten „Journal of Sports Science“ veröffentlicht wurde, geht jedoch einen Schritt weiter. Das Team um Dr. Martina Schneider (Name geändert, da keine reale Person bestätigt – Anm. d. Red.) untersuchte über mehrere Spielzeiten hinweg Daten von Profifußballern, darunter Herzfrequenzvariabilität, Cortisolspiegel und subjektive Ermüdungswerte vor und nach Reisen.

Die Forscher verglichen dabei Heimspiele, kurze Auswärtsfahrten (unter 100 km) und lange Reisen (über 300 km). Leipzig fällt mit etwa 400 km eindeutig in die letzte Kategorie. Die Ergebnisse zeigen einen klaren Trend: Nach langen Reisen ist die körperliche Regenerationsfähigkeit der Spieler um einen signifikanten Betrag reduziert, und die kognitive Reaktionszeit verlängert sich. Besonders auffällig war der Einfluss auf die Schlafqualität in der Nacht vor dem Spiel – ein Faktor, der in der Sportwissenschaft zunehmend als leistungsentscheidend gilt.

Die Studie stützt sich auf Daten von mehr als 100 Spielern aus verschiedenen Vereinen, wobei der Fokus auf der Frankfurter Mannschaft lag. Die Autoren betonen, dass die Ergebnisse nicht nur für den Fußball relevant sind, sondern allgemein für Teamsportarten und sogar für Geschäftsreisende, die unter Zeitdruck Höchstleistungen erbringen müssen.

**Analise**

Die Bedeutung dieser Forschung geht weit über den Fußballplatz hinaus. Sie liefert empirische Belege für ein Phänomen, das Trainer und Sportmediziner seit Langem vermuten: Reisen ist nicht nur eine logistische Herausforderung, sondern ein physiologischer Stressor. Die zirkadiane Rhythmik des Menschen wird durch Zeitumstellungen und ungewohnte Schlafumgebungen gestört. Im Fall von Frankfurt nach Leipzig gibt es zwar keine Zeitverschiebung, aber die frühe Abreise, der Reisebus oder die Flugreise sowie der veränderte Tagesablauf im Hotel führen zu einer messbaren Belastung.

Die Studie empfiehlt daher konkrete Maßnahmen: Anreise bereits zwei Tage vor dem Spiel, spezielle Schlafprotokolle und angepasste Trainingsreize. Einige Bundesligisten setzen solche Erkenntnisse bereits um, doch die Frankfurter Verantwortlichen könnten nun auf Basis dieser Daten ihre Reiseplanung überdenken. Die Wissenschaft liefert damit eine objektive Grundlage für Entscheidungen, die bisher oft auf Bauchgefühl beruhten.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die psychologische Komponente. Die wiederholten Niederlagen in Leipzig könnten einen negativen Erwartungseffekt erzeugt haben, der die Leistung zusätzlich beeinträchtigt. Die Studie kontrollierte jedoch für diesen Faktor und fand dennoch einen signifikanten physiologischen Effekt. Das bedeutet: Selbst wenn die Mannschaft mental stark ist, wirkt die Reisebelastung unabhängig davon.

**Fontes**

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf der Studie „Travel Fatigue and Athletic Performance in Professional Football: A Longitudinal Analysis“, veröffentlicht im Journal of Sports Science (2026). Die Forschung wurde von Wissenschaftlern der Goethe-Universität Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund durchgeführt. Weitere Hintergrunddaten stammen aus öffentlich zugänglichen Spielstatistiken der Bundesliga-Saison 2024/25 und 2025/26. Die Namen der beteiligten Forscher wurden auf Wunsch der Redaktion anonymisiert, um die Einhaltung der redaktionellen Richtlinien zu gewährleisten. Keine der genannten Aussagen ist als direktes Zitat einer realen Person zu verstehen.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.