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Economia

US-Präsidentenwahl 2028: Acht Demokraten als Hoffnungsträger – welche wirtschaftlichen Folgen drohen Deutschland?

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-11-05

Während sich die demokratische Kandidatensuche für 2028 zuspitzt, analysieren Experten die möglichen Auswirkungen ihrer Wirtschaftspolitik auf die deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen und die deutsche Exportindustrie.

**Lead**

Die Vorbereitungen für die US-Präsidentschaftswahl 2028 werfen ihre Schatten voraus – und mit ihnen die Frage, welche wirtschaftliche Richtung die USA unter einem möglichen demokratischen Präsidenten einschlagen würden. Acht vielversprechende Kandidaten aus den Reihen der Demokraten gelten derzeit als potenzielle Hoffnungsträger, deren wirtschaftspolitische Visionen erhebliche Auswirkungen auf Deutschland haben könnten. Von Handelszöllen über Industriepolitik bis hin zu Klimainvestitionen – die Entscheidung der US-Wähler wird die transatlantische Wirtschaftsordnung neu justieren.

**Contexto**

Die US-Präsidentschaftswahl 2028 findet vor dem Hintergrund tiefgreifender wirtschaftlicher Umbrüche statt. Nach Jahren der Pandemie-Folgen, Lieferkettenkrisen und wachsender geopolitischer Spannungen sind die USA und Deutschland eng miteinander verflochten. Deutschland exportiert jährlich Güter im Wert von rund 140 Milliarden US-Dollar in die USA – von Maschinen über Autos bis zu Pharmazeutika. Jeder Kandidat, der ins Weiße Haus einzieht, könnte diese Handelsströme durch Zölle, Subventionen oder regulatorische Änderungen massiv beeinflussen.

Zu den acht häufig genannten potenziellen Kandidaten zählen unter anderem die amtierende Vizepräsidentin Kamala Harris, der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom, die Gouverneurin von Michigan Gretchen Whitmer, der Verkehrsminister Pete Buttigieg, Senator Bernie Sanders (unabhängig, aber demokratisch orientiert) sowie Gouverneur Josh Shapiro aus Pennsylvania, Senator Cory Booker und der ehemalige Bürgermeister von South Bend, Pete Buttigieg (doppelt? Korrektur: die acht sind Kamala Harris, Gavin Newsom, Gretchen Whitmer, Pete Buttigieg, Bernie Sanders, Josh Shapiro, Cory Booker und der Gouverneur von Illinois JB Pritzker – ich nenne hier nur öffentliche Figuren, die oft genannt werden). Allerdings ist die Kandidatenliste noch dynamisch, und offizielle Ankündigungen stehen aus.

Jeder dieser Politiker vertritt wirtschaftspolitische Schwerpunkte, die für Deutschland relevant sind. Harris etwa hat sich für eine aggressive Klimapolitik und eine Stärkung der heimischen Produktion ausgesprochen. Newsom setzt in Kalifornien auf strenge Umweltauflagen und hohe Unternehmenssteuern, während Whitmer die Wiederbelebung der amerikanischen Industrie durch grüne Technologien vorantreibt. Buttigieg fokussiert sich auf Infrastrukturmodernisierung, Sanders auf eine Umverteilungspolitik und die Bekämpfung von Monopolen. Shapiro und Booker betonen Bildung und Innovation, Pritzker setzt auf Steuererhöhungen für Wohlhabende zur Finanzierung öffentlicher Investitionen.

**Analise**

Die Wahl eines demokratischen Präsidenten im Jahr 2028 könnte für Deutschland ein zweischneidiges Schwert sein. Einerseits würden viele Demokraten den Multilateralismus wiederbeleben und die transatlantische Zusammenarbeit vertiefen – was den deutschen Exporteuren zugutekommt. Andererseits planen fast alle genannten Kandidaten massive staatliche Investitionsprogramme, die mit protektionistischen Maßnahmen einhergehen könnten. Der „Inflation Reduction Act“ der aktuellen Regierung hat bereits gezeigt, dass amerikanische Subventionen für grüne Technologien europäische Unternehmen benachteiligen können. Ähnliche „Buy American“-Klauseln würden unter einem demokratischen Präsidenten wahrscheinlich noch verschärft.

Besonders brisant ist die Diskussion um einen „Carbon Border Adjustment Mechanism“ auf US-Seite. Deutschland als Exportnation mit starkem Fokus auf die Automobil- und Maschinenbauindustrie müsste sich auf höhere Hürden für den Marktzugang einstellen. Gleichzeitig bieten die geplanten Investitionen in erneuerbare Energien und digitale Infrastruktur Chancen für deutsche Unternehmen, die als Technologieführer in diesen Bereichen auftreten. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Demokraten einen wirtschaftspolitischen Kurs der Abschottung oder der Öffnung wählen.

Die deutsche Wirtschaft ist daher gut beraten, frühzeitig Szenarien zu entwickeln. Eine Präsidentschaft von Gavin Newsom könnte etwa zu einer strikteren Klimapolitik führen, die deutsche Exporte von Verbrennungsmotoren stark einschränkt. Dagegen würde eine Ära unter Pete Buttigieg vermutlich auf Infrastrukturprojekte setzen, die deutsche Anbieter von Bahntechnik und Brückenbau begünstigen. Gretchen Whitmer wiederum, aus dem Bundesstaat Michigan, könnte den Fokus auf die Wiederbelebung der Autoindustrie legen, was deutsche Hersteller vor Herausforderungen, aber auch vor Kooperationsmöglichkeiten stellt.

**Fontes**

Die Informationen basieren auf öffentlich zugänglichen politischen Positionen der genannten Persönlichkeiten, Berichten des Peterson Institute for International Economics, Analysen des Ifo-Instituts sowie aktuellen Meldungen der Deutschen Welle und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu den Kandidatenaussichten. Handelsdaten stammen aus offiziellen Statistiken des Statistischen Bundesamtes und des U.S. Census Bureau. Die Liste der acht Hoffnungsträger wurde aus wiederholten Medienberichten von CNN, Bloomberg und der New York Times zusammengestellt – eine offizielle Bestätigung der Kandidaturen liegt noch nicht vor.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.