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Economia

US-Präsidentenwahl 2028: Die wirtschaftspolitischen Profile der demokratischen Hoffnungsträger

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-11-05

Acht demokratische Kandidaten zeichnen sich für die Vorwahl 2028 ab – ihre wirtschaftspolitischen Positionen könnten die transatlantischen Beziehungen und den deutschen Export neu justieren.

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Die Vorbereitungen für die US-Präsidentschaftswahl 2028 laufen auf Hochtouren, und die Demokratische Partei bietet ein Feld von mindestens acht prominenten Bewerbern, die das Erbe von Joe Biden antreten wollen. Obwohl offizielle Kandidaturen meist erst 2027 erwartet werden, haben Gouverneure, Senatoren und ehemalige Kabinettsmitglieder bereits wirtschaftspolitische Konturen erkennen lassen. Für Deutschland, das als Exportnation eng mit der US-Konjunktur verflochten ist, sind diese Positionen von zentraler Bedeutung – von der Handelspolitik über Klimainvestitionen bis hin zur Unternehmensbesteuerung.

**Contexto**

Die acht Namen, die in Umfragen und politischen Kreisen am häufigsten genannt werden, spiegeln das gesamte Spektrum der Demokratischen Partei wider. Dazu gehören Gouverneur Gavin Newsom (Kalifornien), Gouverneurin Gretchen Whitmer (Michigan), Senator Bernie Sanders (Vermont – trotz seines Alters weiterhin aktiv), Senator Elizabeth Warren (Massachusetts), Gouverneur J.B. Pritzker (Illinois), Verkehrsminister Pete Buttigieg, Senator Chris Murphy (Connecticut) und die ehemalige UN-Botschafterin Susan Rice. Hinzu kommen mögliche Überraschungskandidaten wie der Bürgermeister von New York, Eric Adams, oder die Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez. Doch die genannte Liste der acht gilt als der harte Kern.

Jeder dieser Kandidaten hat bereits konkrete wirtschaftspolitische Akzente gesetzt. Newsom und Whitmer setzen auf grüne Industriepolitik und Subventionen für Elektromobilität, was deutschen Autobauern neue Absatzmärkte, aber auch verschärfte Wettbewerbsbedingungen bringen könnte. Sanders und Warren verfolgen eine interventionistische Linie mit höheren Unternehmenssteuern und strengeren Regulierungen für die Finanzbranche – ein Szenario, das deutsche Investitionen in den USA verteuern könnte. Pritzker, ein Milliardär mit liberaler Handschrift, plädiert für eine progressive Einkommensteuer und massive Infrastrukturausgaben. Buttigieg, der als Verkehrsminister die „Infrastructure Investment and Jobs Act“ mitgestaltete, dürfte auf eine Fortsetzung dieser Politik drängen. Murphy und Rice stehen für eine traditionellere, international orientierte Demokratie, die Handelsabkommen und multilaterale Kooperationen priorisiert.

**Analyse**

Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Kandidaten für Deutschland liegt auf der Hand: Die USA sind mit einem Handelsvolumen von über 250 Milliarden Euro Deutschlands wichtigster Exportpartner außerhalb der EU. Ein demokratischer Präsident, der auf protektionistische Maßnahmen wie „Buy American“-Klauseln oder strengere lokale Auflagen setzt, könnte deutsche Mittelständler hart treffen. Gleichzeitig bietet die grüne Transformationsagenda vieler Demokraten Chancen für deutsche Technologieführer in den Bereichen Windkraft, Wasserstoff und batterieelektrische Antriebe. Die Vorwahl 2028 wird daher nicht nur parteiintern, sondern auch in Berliner und Frankfurter Wirtschaftskreisen aufmerksam verfolgt.

Ein weiterer Aspekt ist die Steuerpolitik. Während die Trump-Ära deutliche Steuersenkungen für Unternehmen brachte, zeichnen sich bei den Demokraten Erhöhungen ab. Warren hat mehrfach eine „Wealth Tax“ gefordert, Sanders will die Körperschaftsteuer auf 35 % anheben. Sollte ein solcher Kandidat nominiert werden, müssten deutsche Konzerne mit höheren Abgaben in den USA rechnen – was wiederum die Attraktivität des Standorts USA für deutsche Direktinvestitionen schmälern könnte. Allerdings ist die Steuerpolitik nur ein Teil des Puzzles; auch die Zins- und Geldpolitik der Federal Reserve wird von der Präsidentschaft indirekt beeinflusst.

**Fontes**

Die Informationen basieren auf öffentlichen Stellungnahmen und Wirtschaftsprogrammen der genannten Politiker sowie auf Berichten von Reuters, The Associated Press, Politico und dem Handelsblatt. Die Liste der acht Hoffnungsträger wurde aus mehreren aktuellen Analysen des Cook Political Report und der New York Times zusammengestellt. Keine der genannten Personen hat offiziell ihre Kandidatur erklärt; die Nennung erfolgt im Rahmen politischer Spekulationen.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.