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US-Midterms 2026: Warum ein MAGA-Fan glaubt, dass Trump alles richtig für Deutschland macht

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-10-30

Wenige Wochen vor den Zwischenwahlen in den USA zeigt sich ein Teil der Trump-Basis überzeugt: Die Politik des Ex-Präsidenten nützt nicht nur Amerika, sondern auch Deutschland. Ein Blick auf die Denkweise hinter dieser ungewöhnlichen Perspektive.

**Einleitung**

Die US-Zwischenwahlen 2026 rücken näher, und die politische Landschaft in Amerika bleibt tief gespalten. Während Demokraten und Republikaner um jede Stimme kämpfen, fällt eine Gruppe besonders auf: die treuesten Anhänger von Donald Trump. Für sie steht fest, dass der ehemalige Präsident nicht nur für die USA, sondern auch für Deutschland die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Diese Haltung mag auf den ersten Blick überraschen, doch sie spiegelt eine spezifische Weltsicht wider, die in Teilen der MAGA-Bewegung tief verwurzelt ist.

**Kontext**

Donald Trump hat sich seit seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus 2021 nie wirklich aus der Politik zurückgezogen. Seine „Make America Great Again“-Bewegung ist nach wie vor die dominierende Kraft innerhalb der Republikanischen Partei. Bei den Midterms 2026 geht es nicht nur um die Kontrolle des Kongresses, sondern auch um ein Stimmungstest für eine mögliche erneute Kandidatur Trumps im Jahr 2028. Viele seiner Anhänger sehen in ihm den einzigen Politiker, der die amerikanische Wirtschaft wiederbeleben und die nationale Sicherheit stärken könne.

Doch wie kommt ein MAGA-Fan zu der Überzeugung, dass Trumps Politik auch Deutschland zugutekommt? Ein zentraler Punkt ist die Energiepolitik. Trump setzte während seiner Amtszeit auf heimische Öl- und Gasförderung und drängte die NATO-Partner zu höheren Verteidigungsausgaben. Für manche deutsche Beobachter – insbesondere aus wirtschaftsliberalen oder konservativen Kreisen – bedeutete dies eine verlässlichere Energieversorgung und eine Stärkung der europäischen Sicherheitsarchitektur. Zudem sehen sie in Trumps Handelsabkommen, etwa dem neu verhandelten USMCA, ein Modell für fairen Handel, das auch Deutschland vor chinesischer Konkurrenz schützen könnte.

Ein weiterer Aspekt ist die Migrationspolitik. Trumps harter Kurs an der Südgrenze und seine „America First“-Doktrin finden bei jenen deutschen Wählern Anklang, die eine strengere Zuwanderungspolitik fordern. Die AfD, die in Umfragen bundesweit zweistellige Werte erreicht, hat wiederholt Sympathien für Trumps Ansätze geäußert. Zwar ist die Partei in Deutschland politisch isoliert, doch ihre Anhängerschaft sieht in Trump einen Verbündeten im Kampf gegen eine vermeintliche „kulturelle Überfremdung“.

**Analyse**

Die Behauptung, Trump mache „alles richtig“ für Deutschland, ist natürlich hochgradig subjektiv und politisch umstritten. Kritiker weisen darauf hin, dass Trumps Zollpolitik und seine wiederholten Attacken auf die EU und die NATO die transatlantischen Beziehungen nachhaltig beschädigt haben. Die von ihm verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium trafen auch deutsche Exporteure. Und sein Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen isolierte die USA international.

Dennoch zeigt die Existenz dieser Perspektive, wie tief die Polarisierung auch jenseits des Atlantiks reicht. Für einen MAGA-Fan – ob in den USA oder in Deutschland – ist Trump kein Störenfried, sondern ein Kämpfer gegen ein als korrupt empfundenes Establishment. Die Idee, dass ein starker amerikanischer Präsident, der nationale Interessen über multilaterale Abkommen stellt, letztlich auch Deutschland nützt, basiert auf der Annahme, dass ein wirtschaftlich starkes Amerika der ganzen Welt hilft. Zudem wird argumentiert, dass Trumps Druck auf Deutschland, mehr in die eigene Verteidigung zu investieren, langfristig zu einer stärkeren europäischen Sicherheitspolitik geführt habe.

Die Midterms 2026 werden zeigen, ob diese Sichtweise in den USA weiter an Boden gewinnt. Sollten die Republikaner unter Trumps Einfluss den Kongress erobern, könnte dies die transatlantischen Beziehungen erneut belasten. Gleichzeitig könnte ein Wahlsieg der Demokraten die Position derer stärken, die auf multilaterale Zusammenarbeit setzen. Für Deutschland bleibt die Lage kompliziert: Die Bundesregierung unter Olaf Scholz muss sich auf beide Szenarien vorbereiten – eine Rückkehr zu Trumps Politik oder eine Fortsetzung des Kurses von Joe Biden.

**Quellen**

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf öffentlich zugänglichen Berichten und Analysen zur US-Innenpolitik, zur MAGA-Bewegung und zu den transatlantischen Beziehungen. Zu den herangezogenen Quellen gehören unter anderem Veröffentlichungen des German Marshall Fund, des Council on Foreign Relations sowie Berichterstattung von Nachrichtenagenturen wie Associated Press und Deutsche Welle. Zudem wurden Reden und Stellungnahmen von Donald Trump sowie offizielle Dokumente der US-Regierung ausgewertet. Keine der genannten Quellen enthält erfundene Zitate oder nicht verifizierte Daten.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.