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Mitten im Wahlkampf zu den US-Midterms 2026 zeigt sich ein ungewöhnliches Phänomen: Während viele Deutsche die Politik Donald Trumps mit Skepsis betrachten, gibt es eine kleine, aber lautstarke Gruppe von MAGA-Fans in Deutschland, die den ehemaligen Präsidenten und seine Kandidaten vorbehaltlos unterstützt. Für sie macht Trump alles richtig – von der Wirtschaftspolitik bis zur Außenpolitik. Die Zwischenwahlen am 3. November 2026 könnten die Mehrheitsverhältnisse im US-Kongress neu ordnen, und deutsche Anhänger der Bewegung hoffen auf einen klaren Sieg der Trump-treuen Republikaner.
**Contexto**
Die US-Midterms 2026 finden vor dem Hintergrund einer tief gespaltenen amerikanischen Gesellschaft statt. Nach den Präsidentschaftswahlen 2024, bei denen Donald Trump erneut antrat und knapp unterlag, hat sich die Republikanische Partei weiter radikalisiert. Trump selbst unterstützt eine Reihe von Kandidaten, die seine „America First“-Agenda bedingungslos vertreten. In Deutschland hat die MAGA-Bewegung („Make America Great Again“) nur wenige, aber engagierte Anhänger. Sie organisieren sich in Online-Foren, besuchen Veranstaltungen der AfD und sehen in Trump einen Vorkämpfer gegen den „globalistischen“ Mainstream.
Einer dieser Anhänger ist ein 34-jähriger IT-Unternehmer aus Bayern, der anonym bleiben möchte. „Für mich ist Trump der einzige Politiker, der wirklich gegen das Establishment kämpft“, sagt er. „Seine Steuersenkungen, seine Deregulierung und seine harte Haltung gegenüber China – das ist genau das, was Amerika und auch Europa brauchen.“ Er verfolgt die Midterms täglich über soziale Medien und amerikanische Nachrichtensender. „Die Demokraten haben in den letzten Jahren versagt. Inflation, offene Grenzen, woke Ideologie – das ist nicht mein Amerika.“
Die deutsche Regierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beobachtet die Midterms mit Sorge. Ein Sieg der Trump-treuen Republikaner könnte die transatlantischen Beziehungen weiter belasten. Bereits jetzt blockieren republikanische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus Hilfspakete für die Ukraine und fordern höhere Verteidigungsausgaben von den europäischen NATO-Partnern. Für den MAGA-Fan aus Bayern ist das kein Problem: „Europa muss endlich mehr für seine eigene Sicherheit tun. Wir können nicht ewig auf amerikanischen Steuerzahlern hocken.“
**Analise**
Die Unterstützung für Trump in Deutschland ist ein Randphänomen, aber es zeigt, wie tief die kulturelle und politische Spaltung auch in Europa reicht. Während die Mehrheit der Deutschen die transatlantische Partnerschaft und multilaterale Institutionen schätzt, sehen MAGA-Fans in Trump einen Helden des Populismus. Sie bewundern seine Ablehnung von politischer Korrektheit, seine Inszenierung als Außenseiter und seine Wirtschaftspolitik, die auf Steuersenkungen und Protektionismus setzt.
Die Midterms 2026 sind für diese Gruppe ein Lackmustest. Sollten die Trump-Kandidaten gewinnen, könnte dies den Einfluss der MAGA-Bewegung auch in Europa stärken. Rechtspopulistische Parteien wie die AfD in Deutschland oder die FPÖ in Österreich könnten sich bestätigt fühlen. „Wenn Trump in Amerika gewinnt, dann zeigt das, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt der bayerische Unternehmer. „Die Leute haben die Nase voll von den Eliten.“
Allerdings ist die Lage komplex. Selbst wenn die Republikaner die Mehrheit im Kongress erringen, bleibt Trump eine polarisierende Figur. Viele moderate Republikaner lehnen ihn ab, und die juristischen Verfahren gegen ihn sind noch nicht abgeschlossen. Für den MAGA-Fan spielt das keine Rolle: „Die Verfahren sind politisch motiviert. Trump ist ein Opfer des Systems – genau wie wir in Deutschland, die wir anders denken.“
**Fontes**
Die Informationen basieren auf öffentlich zugänglichen Berichten zur US-Midterms 2026, Analysen des Pew Research Center zur politischen Stimmung in den USA, sowie Interviews mit deutschen Anhängern der MAGA-Bewegung, die in Foren wie „Deutsche für Trump“ und auf einschlägigen Social-Media-Kanälen geführt wurden. Die Positionen der deutschen Bundesregierung wurden aus Pressemitteilungen des Auswärtigen Amtes und Reden von Bundeskanzler Olaf Scholz entnommen.
Por Renan Filho · 2026-10-30