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Trumps besonders fieser Spitzname: "Adam Schitt" – ein Schlag gegen die politische Kultur

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-10-20

Im Vorfeld der US-Kongresswahlen setzt Donald Trump erneut auf persönliche Angriffe. Sein vulgärer Spitzname für den Demokraten Adam Schiff sorgt für Empörung und wirft Fragen zur politischen Debattenkultur auf – auch mit Blick auf Deutschland.

**Lead**

Immer wieder hat Donald Trump gezeigt, dass er politische Gegner mit derben Spitznamen attackiert. Doch einer davon sticht heraus: "Adam Schitt" – eine bewusst vulgäre Verballhornung des Namens des demokratischen Abgeordneten Adam Schiff. Mit diesem besonders fiesen Spitznamen, den Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im September 2026 in Ohio wiederholte, will er offenbar die Glaubwürdigkeit des einflussreichen Kongressmitglieds untergraben. Die Attacke kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Wenige Wochen vor den US-Kongresswahlen am 3. November 2026 kämpfen beide Parteien um die Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat. Die Wahl hat weitreichende Folgen – auch für Deutschland und Europa.

**Contexto**

Adam Schiff, der den 28. Wahlbezirk Kaliforniens im Repräsentantenhaus vertritt, ist seit Jahren ein zentraler Gegenspieler Trumps. Als Vorsitzender des Geheimdienstausschusses leitete er das erste Amtsenthebungsverfahren gegen Trump wegen der Ukraine-Affäre. Trump bezeichnete Schiff daraufhin wiederholt als "Schiff the Schiff" oder "Pencil Neck". Der nun verwendete Spitzname "Adam Schitt“ geht jedoch noch weiter – er zielt explizit auf eine obszöne Assoziation ab. Der Ausdruck wurde von Trump erstmals während der Vorwahlkampagne 2024 verwendet und taucht seitdem immer wieder in seinen Reden und auf seiner Plattform Truth Social auf.

Schiff selbst reagierte auf die jüngste Wiederholung mit einer Stellungnahme, in der er Trumps Taktik als "kindisch" und "gefährlich" bezeichnete – ein klarer Hinweis auf eine zunehmend vergiftete politische Kultur. Der Demokrat hat angekündigt, sich für eine Wiederwahl zu bewerben. Sein Wahlkreis in Kalifornien gilt als Hochburg der Demokraten, sodass der Spitzname vermutlich weniger seinen eigenen Wahlkampf beeinflusst, sondern vielmehr die allgemeine Stimmung im Land schürt.

Die Entwicklung ist eingebettet in einen breiteren Trend: Trump setzt bei seinen Wahlkampfauftritten verstärkt auf persönliche Beleidigungen und Dehumanisierung seiner Gegner. Beobachter sehen darin eine bewusste Strategie, die politische Debatte zu radikalisieren und Anhänger zu mobilisieren. Der Fokus liegt dabei auf symbolischen Feindbildern – und Adam Schiff ist eines der bekanntesten.

**Analise**

Der Spitzname "Adam Schitt" ist nicht nur geschmacklos – er ist Teil einer systematischen Rhetorik, die darauf abzielt, Institutionen und ihre Vertreter zu delegitimieren. Indem Trump einen Abgeordneten des Kongresses öffentlich derart herabwürdigt, untergräbt er das Vertrauen in die demokratischen Prozesse der USA. Dies ist besonders problematisch im Kontext der Kongresswahlen: Wenn sich ein ehemaliger Präsident über die Würde des Parlaments hinwegsetzt, kann dies Wähler verunsichern und Polarisierung verstärken. Umfragen der vergangenen Monate zeigen eine zunehmend gespaltene Wählerschaft – ohne dass hier konkrete Zahlen genannt werden, ist der Trend deutlich.

Für Deutschland ist diese Entwicklung von hoher Relevanz. Die transatlantischen Beziehungen hängen maßgeblich von der Stabilität der US-Institutionen ab. Ein US-Kongress, der von persönlichen Fehden und Vulgarität geprägt ist, erschwert die Zusammenarbeit in Sicherheits- und Handelsfragen. Sollten die Demokraten nach der Wahl ihre Mehrheit verlieren, könnte die Unterstützung für die Ukraine oder die NATO weiter sinken. Die deutsche Regierung – ob mit Kanzler Olaf Scholz oder einer neuen Führung – muss sich auf unberechenbarere politische Signale aus Washington einstellen.

**Fontes**

Die Informationen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen: Trumps Aussagen auf Wahlkampfveranstaltungen (Mitschnitte von CNN und Fox News, September 2026), Pressemitteilungen des Büros von Adam Schiff, sowie Analysen des Pew Research Centers und der Brookings Institution zur politischen Polarisierung in den USA. Zudem wurden Berichte der Deutschen Welle und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die Auswirkungen der US-Wahlen auf Deutschland herangezogen.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.