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Politica

Trump setzt per Dekret Teile der Russland-Sanktionen aus – Unruhe in Europa

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-10-17

US-Präsident Donald Trump hat per Dekret mehrere Sanktionen gegen Russland aufgehoben. Die Ukraine und europäische Verbündete reagieren mit Besorgnis, während Deutschland vor einem energiepolitischen Dilemma steht.

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Washington, 17. Oktober 2026 – US-Präsident Donald Trump hat überraschend per Präsidialdekret wesentliche Teile der gegen Russland verhängten Sanktionen ausgesetzt. Das Weiße Haus bestätigte am Donnerstagabend, dass Maßnahmen aus den Bereichen Energie, Finanzen und Technologie vorübergehend außer Kraft gesetzt werden. Der Schritt erfolgt im Rahmen einer von Trump wiederholt angestrebten Neuausrichtung der US-Außenpolitik, die auf direkte Verhandlungen mit Moskau setzt. Die Ukraine kritisierte die Entscheidung scharf, auch die EU-Vertreter zeigten sich irritiert. Die von Berlin und Brüssel angeführten Wirtschaftssanktionen stehen damit erstmals seit Kriegsbeginn fundamental in Frage.

**Contexto**

Die Sanktionen gegen Russland wurden seit 2022 nach der Invasion der Ukraine in mehreren Paketen von den USA und ihren Verbündeten beschlossen. Sie umfassten unter anderem ein Öl- und Gasembargo, den Ausschluss russischer Banken vom SWIFT-System sowie weitreichende Exportkontrollen für Hochtechnologie. Trump hatte bereits im Wahlkampf 2024 angekündigt, die Sanktionspolitik zu überdenken und auf eine diplomatische Lösung zu setzen. Nach seinem Amtsantritt ließ er erste Erleichterungen prüfen, stieß aber auf Widerstand im US-Kongress. Das nun unterzeichnete Dekret umgeht das Parlament und stützt sich auf präsidentielle Vollmachten im Bereich der nationalen Sicherheit.

Die genauen Ausnahmen sind noch nicht vollständig veröffentlicht, doch nach Angaben des US-Finanzministeriums betreffen sie vor allem den Energiesektor. So soll ein Teil der Beschränkungen für russische Öl- und Gasimporte vorübergehend aufgehoben werden, um den Weltmarkt zu stabilisieren. Zudem werden bestimmte Transaktionen mit russischen Banken wieder erlaubt – jedoch unter strengen Auflagen. Die Ukraine warf Trump vor, Russland inmitten des Krieges wirtschaftlich zu belohnen. Präsident Selenskyj sprach von einem „schweren Fehler“, der die Sicherheit Europas gefährde. Aus Moskau gab es zunächst keine offizielle Reaktion, jedoch deuteten russische Staatsmedien das Dekret als Erfolg der russischen Diplomatie.

Deutschland, das vor dem Krieg der größte Abnehmer russischen Gases war, steht vor einem energiepolitischen Spagat. Einerseits könnten niedrigere Energiepreise die Wirtschaft entlasten, andererseits würde eine Aufweichung der Sanktionen die gemeinsame EU-Linie untergraben. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) signalisierte in einer ersten Stellungnahme Verständnis für Trumps Vorgehen unter dem Aspekt der Entspannung, bekräftigte aber, dass Deutschland an den EU-Sanktionen festhalten werde. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) warnte vor einem „Auseinanderfallen des westlichen Bündnisses“ und forderte eine koordinierte Reaktion.

**Analise**

Die Entscheidung Trumps markiert eine Zäsur in der transatlantischen Sicherheitsarchitektur. Seit dem Ukraine-Krieg galten die Sanktionen als zentrales Druckmittel, um Russland zu Verhandlungen zu zwingen. Die teilweise Aufhebung schwächt nicht nur die Verhandlungsposition Kiews, sondern sendet auch ein Signal an autoritäre Staaten weltweit: Wirtschaftliche Isolation kann durch politischen Druck jederzeit aufgebrochen werden. Analysten aus Washington deuten das Dekret als strategischen Zug: Trump will im Vorfeld der von ihm angestrebten Friedensgespräche die Gesprächsbasis mit Moskau verbessern. Doch die Gefahr eines innenpolitischen Eklats ist groß – mehrere republikanische Senatoren kündigten bereits Widerstand an.

Für Deutschland stellt sich die Frage nach der energiepolitischen Souveränität. Die Abhängigkeit von russischen Energielieferungen wurde nach Kriegsausbruch drastisch reduziert, aber ein vollständiger Verzicht ist teuer und belastet die Industrie. Trumps Dekret könnte Druck auf die Bundesregierung ausüben, die eigenen Sanktionen zu lockern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig würde eine solche Abweichung von der EU-Linie das ohnehin strapazierte Verhältnis zu Frankreich und Polen belasten. Die deutsche Öffentlichkeit ist gespalten: Während Wirtschaftsverbände die Entlastung begrüßen, warnen Menschenrechtsorganisationen vor einer Aufwertung des russischen Regimes.

**Fontes**

Die Informationen basieren auf offiziellen Stellungnahmen des Weißen Hauses, des US-Finanzministeriums sowie auf Berichten internationaler Nachrichtenagenturen (Reuters, AP, dpa). Zudem wurden Pressemitteilungen der Bundesregierung und des Auswärtigen Amts ausgewertet.

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Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.