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Trump: „Es ist Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt“ – scharfe Kritik an Selenskyj

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-10-10

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat in einer unerwarteten Stellungnahme gefordert, die Ukraine solle sich von Präsident Wolodymyr Selenskyj trennen. Die Aussage fällt mitten in den laufenden Friedensbemühungen und sorgt international für Aufsehen.

**Lead**

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat am Samstag erklärt, es sei an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekomme. Die Äußerung erfolgte im Rahmen eines Liveblogs zum Ukrainekrieg, den Trump auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte. „Es ist Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt“, schrieb Trump wörtlich. Die Aussage richtet sich offenbar gegen den amtierenden ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der das Land seit 2019 führt und seit der russischen Invasion 2022 als Kriegspräsident gilt. Trumps Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die internationale Gemeinschaft verstärkt über eine diplomatische Lösung des Konflikts verhandelt.

**Contexto**

Donald Trump hat sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch über Selenskyj geäußert. Bereits während seiner Amtszeit (2017–2021) stand Trump im Zentrum eines Impeachment-Verfahrens, weil er Selenskyj unter Druck gesetzt haben soll, Ermittlungen gegen den damaligen demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden einzuleiten. Seit dem russischen Angriffskrieg hat Trump mehrfach Selenskyjs Führungsstil infrage gestellt und eine schnelle Einigung mit Moskau gefordert. In Wahlkampfreden für die anstehenden US-Kongresswahlen 2026 argumentierte Trump wiederholt, dass die US-Steuerzahler nicht unbegrenzt für „einen korrupten Staat“ zahlen sollten.

Die aktuelle Aussage fällt in eine Phase intensiver diplomatischer Aktivität. Mehrere europäische Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, drängen auf eine Friedenskonferenz noch in diesem Jahr. Die Ukraine hingegen beharrt auf der vollständigen Wiederherstellung ihrer territorialen Integrität. Selenskyj selbst hat mehrfach betont, dass er nur unter bestimmten Bedingungen zu Verhandlungen bereit sei. Trumps Forderung nach einem neuen Präsidenten wird in Kiew als Versuch gewertet, die ukrainische Regierung zu destabilisieren und die Position Russlands zu stärken.

Offizielle Reaktionen aus der Ukraine ließen zunächst auf sich warten. Ein Sprecher des ukrainischen Außenministeriums erklärte lediglich, dass die Präsidentschaftswahlen in der Ukraine gemäß der Verfassung stattfänden und nicht von externen Akteuren bestimmt würden. In Deutschland äußerte sich der außenpolitische Sprecher der Bundesregierung zurückhaltend: Man nehme die Aussage zur Kenntnis, halte aber an der Unterstützung für die demokratisch gewählte Führung der Ukraine fest.

**Analise**

Trumps Vorstoß ist mehr als eine spontane Provokation. Er reiht sich ein in eine Serie von Äußerungen, die darauf abzielen, die US-Außenpolitik unter einem möglichen zweiten Trump-Präsidentschaft fundamental zu verändern. Sollte Trump 2028 erneut kandidieren und gewinnen, wäre eine drastische Kürzung der Militärhilfe für die Ukraine wahrscheinlich. Die Forderung nach einem neuen Präsidenten signalisiert, dass Trump Selenskyj als Verhandlungshindernis betrachtet – nicht als Verbündeten.

Die Wirkung in Europa ist verheerend. Viele Regierungen, insbesondere in Osteuropa, fürchten, dass Trumps Rhetorik die ukrainische Moral untergräbt und Russland ermutigt, weiterzukämpfen. Gleichzeitig zeigt sich, dass die transatlantische Einheit brüchig ist. Während Deutschland und Frankreich auf eine Verhandlungslösung setzen, könnte ein künftiger US-Präsident Trump die Ukraine zu einem für sie nachteiligen Frieden zwingen. Die Aussage ist daher auch ein Testballon für die innenpolitische Stimmung in den USA: Trump testet, ob seine Basis eine Abkehr von Selenskyj mitträgt.

Für die Ukraine selbst bedeutet die Forderung eine zusätzliche Belastung. Selenskyj muss nun nicht nur den Krieg führen, sondern auch innenpolitisch gegen den Vorwurf ankämpfen, er stehe einem Frieden im Weg. Die Opposition in der Ukraine, die bisher weitgehend hinter Selenskyj stand, könnte durch Trumps Worte gestärkt werden. Allerdings ist ein Präsidentenwechsel während des Krieges verfassungsrechtlich schwierig und würde Neuwahlen unter Kriegsrecht erfordern – ein Szenario, das viele Beobachter für riskant halten.

**Fontes**

Die Informationen basieren auf der öffentlichen Stellungnahme Donald Trumps auf Truth Social vom 10. Oktober 2026, wie sie von mehreren internationalen Nachrichtenagenturen (darunter Reuters, AP und dpa) aufgegriffen wurde. Zitate aus dem ukrainischen Außenministerium wurden der Agenturmeldung der dpa entnommen. Die Einschätzung der deutschen Bundesregierung stammt aus einer Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes vom selben Tag.

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Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.