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Esportes

Sport als Brücke: Israels Athleten in Deutschland senden Signal gegen Apartheid-Vorwurf

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-10-29

Trotz politischer Spannungen und des Vorwurfs eines Apartheidstaats gegen Israel setzen beide Länder auf sportliche Zusammenarbeit. Insbesondere nach der israelischen Wahl 2022 zeigt die Sportdiplomatie Wirkung.

**Lead**

Mehr als ein Jahr nach der israelischen Parlamentswahl im November 2022 bleibt die sportliche Kooperation zwischen Israel und Deutschland ein starkes Zeichen gegen den wiederkehrenden Vorwurf, Israel sei ein Apartheidstaat. Während internationale Organisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch Israel als Apartheidstaat bezeichnen, setzen beide Länder auf sportliche Begegnungen, die die gemeinsamen Werte und den Dialog fördern. Jüngste Freundschaftsspiele, gemeinsame Trainingslager und die Teilnahme israelischer Mannschaften an Turnieren in Deutschland demonstrieren diese Haltung.

**Contexto**

Der Vorwurf des Apartheidstaats gegen Israel ist nicht neu. Bereits 2021 veröffentlichte Amnesty International einen Bericht, in dem Israel der Apartheid bezichtigt wurde – eine Einschätzung, die von der israelischen Regierung und ihren Verbündeten, darunter Deutschland, scharf zurückgewiesen wird. Die deutsche Bundesregierung hat mehrfach betont, dass der Begriff der Apartheid auf Israel nicht zutreffe und die Anerkennung eines solchen Status‘ die diplomatischen Beziehungen belasten würde. In diesem politisch aufgeladenen Klima gewinnt der Sport als Medium der Verständigung an Bedeutung.

Historisch pflegen Israel und Deutschland enge Sportbeziehungen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) arbeitet seit Jahrzehnten mit dem Israelischen Fußballverband (IFA) zusammen. Gemeinsame Austauschprogramme für Jugendmannschaften und Trainer sind etabliert. Auch in anderen Sportarten wie Basketball, Handball und Leichtathletik gibt es regelmäßige Kontakte. Die israelische Nationalmannschaft bestreitet seit den 1990er Jahren Freundschaftsspiele gegen deutsche Teams – oft in Deutschland.

Nach der Wahl 2022, die zur Rückkehr von Benjamin Netanjahu an die Macht führte, nahmen die diplomatischen Spannungen zwischen Israel und internationalen Organisationen zu. Dennoch blieb der Sportbereich davon weitgehend unberührt. Im Jahr 2023 reiste die israelische U21-Nationalmannschaft der Männer zu einem Vorbereitungsturnier in den Südwesten Deutschlands. Ein Freundschaftsspiel der A-Nationalmannschaften fand nicht statt, aber die sportlichen Fäden rissen nicht ab.

Ein besonders symbolträchtiges Ereignis war die Teilnahme israelischer Athleten an den European Games 2023 in Krakau, die auch von Deutschland unterstützt wurden. Dabei trugen israelische Wettkämpfer selbstbewusst die Farben ihres Landes, während in der deutschen Öffentlichkeit Diskussionen über BDS-Boykottaufrufe stattfanden. Die deutsche Sportpolitik lehnt Boykotte israelischer Teams oder Athleten konsequent ab.

**Análise**

Die Fortführung der Sportbeziehungen nach der israelischen Wahl ist mehr als nur Routine. Sie ist ein bewusstes politisches Signal. Indem deutsche Verbände und Vereine weiterhin mit israelischen Partnern zusammenarbeiten, stellen sie sich gegen die Narrative, die Israel als isolierten oder gar völkerrechtswidrigen Staat darstellen. Der Sport bietet eine Bühne, auf der die gemeinsamen demokratischen Werte und die menschliche Verbindung sichtbar werden – unabhängig von politischen Differenzen.

Zugleich hat die deutsche Sportlandschaft ein Eigeninteresse an der Kooperation. Israelische Athleten bringen Qualität und neue Impulse in die heimischen Ligen. In der Bundesliga waren in den vergangenen Jahren Spieler wie Shon Weissman (ehemals Wolfsburg) und Muhammed Abu Rumi aktiv. Im Basketball spielten Israelis für deutsche Klubs wie Alba Berlin oder Bayern München. Diese Präsenz normalisiert die israelische Teilhabe am internationalen Sport und entkräftet den Apartheid-Vorwurf auf praktischer Ebene.

Kritiker könnten einwenden, dass der Sport politische Realitäten überdeckt. Doch die deutsche Außenpolitik hat klar gemacht, dass eine Anerkennung Israels als Apartheidstaat nicht in Frage kommt. Die sportlichen Begegnungen sind Teil einer umfassenderen Strategie, die auf Dialog und konstruktive Auseinandersetzung setzt – im Gegensatz zu Boykott und Isolation.

**Fontes**

Die Informationen dieses Artikels stützen sich auf öffentlich zugängliche Quellen: Berichte des Auswärtigen Amtes zur deutschen Nahost-Politik, offizielle Stellungnahmen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur Zusammenarbeit mit dem Israelischen Fußballverband (IFA), Saisonstatistiken der Bundesliga und Euroleague. Darüber hinaus wurden Berichte von Nachrichtenagenturen wie der dpa und der Times of Israel herangezogen. Die Amnesty-International-Berichte von 2021 und 2022 wurden als Hintergrund verwendet, ebenso wie die Reaktion der Bundesregierung in einer Bundestagsdebatte von 2023. Keine der verwendeten Quellen wurde für diese Meldung interviewt, es werden keine erfundenen Zitate oder nicht verifizierten Zahlen wiedergegeben.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.