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Sicherheit zuerst: Warum Tech-Investor Tom Slater auf Anthropic statt OpenAI setzt

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-09-27

Tom Slater, einer der einflussreichsten Tech-Investoren der Gegenwart, erklärt im Exklusivinterview, warum er im KI-Rennen auf Anthropic setzt – und nicht auf den Platzhirsch OpenAI. Sein Fokus: Sicherheit, Verantwortung und langfristige Stabilität statt maximaler Geschwindigkeit.

Tom Slater ist kein Unbekannter in der Tech-Szene. Als Partner bei Baillie Gifford hat er früh auf Tesla, Amazon und Nvidia gesetzt und Milliardenrenditen erzielt. Doch sein aktuelles Interesse gilt einem anderen Bereich: der Künstlichen Intelligenz. Im Gespräch mit FORTIS NEWS verrät der Brite, warum er bei KI-Investments auf Anthropic setzt – und nicht auf den Platzhirsch OpenAI.

„Sicherheit ist für mich das entscheidende Kriterium“, sagt Slater. „OpenAI hat zweifellos beeindruckende Technologie hervorgebracht, aber die Unternehmenskultur und die Prioritäten verschieben sich zunehmend in Richtung Wachstum um jeden Preis. Anthropic dagegen wurde von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet, die genau diese Entwicklung kritisch sahen. Ihr Fokus auf verantwortungsvolle KI-Entwicklung überzeugt mich.“

Tatsächlich hat Anthropic mit Claude 3 ein Modell auf den Markt gebracht, das in vielen Sicherheitstests besser abschneidet als GPT-4. Das Unternehmen verfolgt einen Ansatz, den es „Constitutional AI“ nennt: Die KI wird nicht nur trainiert, bestimmte Aufgaben zu erfüllen, sondern auch, ethische Prinzipien zu befolgen. Das reduziert Risiken wie Fehlinformationen oder unerwünschte Handlungen.

Slater betont, dass Sicherheit für ihn kein Widerspruch zu Rendite sei: „Im Gegenteil. In einem Markt, der sich rasant entwickelt, wird langfristig das Unternehmen gewinnen, dem die Nutzer vertrauen. OpenAI hat mit Sicherheitslücken und Kontroversen zu kämpfen – das wird auf Dauer schaden. Anthropic baut Vertrauen auf, und das ist ein enormer Wettbewerbsvorteil.“

Aus Sicht einer liberal-konservativen Wirtschaftsordnung ist Slaters Ansatz bemerkenswert. Er setzt nicht auf staatliche Regulierung, sondern auf marktwirtschaftliche Mechanismen: Unternehmen, die Sicherheit und Transparenz bieten, werden sich durchsetzen. Der Staat sollte sich auf Mindeststandards beschränken und ansonsten den Markt regeln lassen.

„Künstliche Intelligenz ist keine Frage von Verboten und Auflagen“, so Slater. „Es ist eine Frage der unternehmerischen Verantwortung. Wer Sicherheit priorisiert, wird belohnt. Das ist marktwirtschaftliches Prinzip pur.“

Doch wie sieht die konkrete Sicherheitsarchitektur bei Anthropic aus? Das Unternehmen setzt auf mehrstufige Tests, externe Prüfungen und eine transparente Dokumentation von Fehlern. Anders als OpenAI, das oft erst nach öffentlichen Skandalen reagiert, integriert Anthropic Sicherheitsmechanismen von Beginn an in den Entwicklungsprozess.

Slater sieht darin auch einen Vorteil für den Standort Europa: „Deutschland und die EU sollten Unternehmen den Rücken stärken, die auf Sicherheit setzen. Statt mit überbordender Regulierung alle zu gängeln, könnte man gezielt solche Firmen fördern. Das wäre ein liberaler, aber effektiver Weg.“

FORTIS NEWS analysiert: Die Entscheidung für Anthropic ist kein Zufall. Tom Slater hat in der Vergangenheit immer wieder auf Firmen gesetzt, die langfristig denken und sich durch starke Unternehmenskultur auszeichnen. Bei Tesla war es der Fokus auf Nachhaltigkeit, bei Amazon die Kundenzentrierung, bei Anthropic ist es die Sicherheit. Dieser rote Faden zeigt: Slater sucht nicht nach schnellen Gewinnen, sondern nach nachhaltigen Werten.

Kritisch anzumerken ist, dass auch Anthropic nicht perfekt ist. Auch Claude 3 hat Schwächen – etwa bei der Verarbeitung von nicht-englischen Sprachen. Zudem ist das Unternehmen noch klein und kämpft mit hohen Kosten. Dennoch: In puncto Sicherheit und Verantwortung liegt Anthropic derzeit vorn.

Fazit: Tom Slater setzt auf Anthropic, weil er glaubt, dass Sicherheit der entscheidende Erfolgsfaktor im KI-Zeitalter sein wird. Für liberal-konservative Investoren ist das ein starkes Signal: Markt und Moral müssen sich nicht widersprechen – im Gegenteil.

**1. Warum ist Anthropic sicherer als OpenAI?** Anthropic hat von Anfang an einen Sicherheitsfokus. Das „Constitutional AI“-Training stellt sicher, dass die KI ethische Prinzipien befolgt. OpenAI hat dagegen wiederholt Sicherheitsprobleme öffentlich gemacht – etwa bei ChatGPT-Halluzinationen oder unerwünschten Antworten.

**2. Welche Rolle spielt Tom Slater im KI-Sektor?** Slater ist Partner bei Baillie Gifford, einem der größten aktiven Investmentfonds der Welt. Mit Investments in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar beeinflusst er die Richtung der Tech-Branche. Seine klare Präferenz für Anthropic setzt ein Zeichen.

**3. Wie steht Fortis News zu KI-Regulierung?** Als liberal-konservatives Portal befürworten wir Minimalstaat und Marktlösungen. Sicherheit sollte nicht durch übermäßige Regulierung, sondern durch Wettbewerb und unternehmerische Verantwortung erreicht werden. Slaters Ansatz deckt sich mit dieser Auffassung.

**4. Welche konkreten Sicherheitsmaßnahmen hat Anthropic implementiert?** Anthropic nutzt „Red Teaming“ (externe Hackerangriffe zur Prüfung), transparente Fehlerprotokolle und ein mehrstufiges Freigabeverfahren vor der Veröffentlichung neuer Modelle. Zudem arbeitet das Unternehmen eng mit unabhängigen Sicherheitsforschern zusammen.

**5. Ist Anthropic eine gute Investition aus liberaler Sicht?** Ja. Das Unternehmen verkörpert Eigenverantwortung und setzt auf marktwirtschaftliche Anreize statt staatlicher Vorgaben. Für Anleger, die Wert auf Nachhaltigkeit und Sicherheit legen, ist Anthropic eine vielversprechende Option.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.