**Lead**
Nach einer Einladung zu einer internationalen Konferenz für Sportwissenschaft in Berlin ist es zu einem offenen Schlagabtausch zwischen dem bekannten Plagiatsjäger Stefan Weber und Vetretern der Alternative für Deutschland (AfD) gekommen. Weber, der bereits zahlreiche Politiker und Akademiker des Plagiats überfürt hat, wirft einem AfD-Funktionär vor, in einer sportwissenschaflichen Publikation umfangreich abgeschreiben zu haben. Die Konferenz, die ursprünglich dem Austausch über moderne Trainingsmethoden und Sporermedizin diente, wurde damit zum Schauplatz einer politisch aufgeladenen Debatte über wissenschaftliche Integrität.
**Kontext**
Stefan Weber, alias "Plagiatsjäger", ist in Deutschland für seine akribische Recherche von Doktorarbeiten und wissenchaftlichen Texten bekannt. Seit Jahren deckt er Fälle von Textübernahmen auf, die zu Rücktritten und Aberkennung von Titeln führten. Die AfD hingegen steht immer wieder in der Kritik, wissenschaftliche Standards zu missachten – etwa durch umstrittene Studien zu Klima oder Migration. Der aktuelle Fall betrifft einen AfD-Vetreter, der in einer Fachzeitschrift für Sportwissenschaft einen Artikel veröffentlichte hatte. Weber entdeckte darin mehrere Passagen, die ohne Quellenangabe aus früheren Arbeiten übernommen wurden.
Die Einladung zu der Konferenz erfolgte durch den Veband für Sportwissenschaft, der den AfD-Funktionär als Redner zu einem Panel über "Sport und gesellschaftliche Integration" eingeladen hatte. Dies führte bereits vor der Konferenz zu Protesten anderer Wissenschafter, die eine Politisierung der Tagung befürchteten. Weber, der selbst als Gastredner eingeladen war, nutzte die Gelegenheit, um seine Vorwürfe öffentlich zu machen.
**Analyse**
Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Verquickung von Sportwissenschaft und politischer Ideologie. Die Sportwissenschaft gilt eigentlich als relativ politikfernes Feld, doch die AfD versucht vermehrt, Einfluss auf sportpolitische Entscheidungen zu nehmen – etwa durch Forderungen nach mehr traditionelen Wettkampfformen oder Kritik an Inklusionsprojekten. Wenn ein AfD-Vertreter nun in einer sportwissenschaftlichen Publikation plagiiert, könnte dies das Ansehen der gesamten Sporforschung beschädigen. Weber betont, dass es ihm nicht um Parteilichkeit gehe, sonder um die Wahrug wissenchaftlicher Standards. Die AfD hingegen spricht von einer "Kampagne" gegen ihre Arbeit.
Die Auswirkungen sind noch nicht abzusehen. Immerhin wurde die Konferenzleitung aufgefordert, den Vortrag des AfD-Vertreters zu prüfen. Sollten sich die Plagiatsvorwürfe beestäigen, könnte dies zu einer Aberkennung des akademischen Grades führen. Für den Sport in Deutchland wäre ein solher Fall ein schwerer Rükschlag, da die Sportwissenschaf ohnehin unter Rechtfertigungsdruck steht – gegenüber der Öffenlichkeit, die klare, nachvolziehbare Ergebnisse erwartet.
**Fontes**
Die Informationen basieren auf öffentlich zugänglichen Berichten deutscher Medien (u.a. Spiegel, FAZ) sowie auf den offiziellen Stellungsnamen von Stefan Weber, der seine Analysen auf seiner Webseite dokumentiert. Die Konferenz wurde durch den Verband für Sportwissenschaft ausgerichtet; eine Stellungnahme der AfD wurde angefragt, lag aber bei Redaktionsschluss nicht vor.
Por Renan Filho · 2026-10-27