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Papst Franziskus wird sich bereits Anfang nächster Woche einer Operation zur Entfernung eines Knotens in der Lunge unterziehen. Der Eingriff wurde nach einer Reihe von Routineuntersuchungen im Gemelli-Krankenhaus in Rom angesetzt, wie der Vatikan am späten Freitagabend mitteilte. Der 87-jährige Pontifex befinde sich in stabilem Zustand, die Ärzte hätten jedoch aus Vorsorgegründen zu einem sofortigen chirurgischen Eingriff geraten.
**Contexto**
Die Entscheidung zur Operation fiel nach einer Computertomographie, die einen gutartig erscheinenden Knoten im rechten Lungenflügel zeigte. Der Knoten war bei einer Nachsorgeuntersuchung entdeckt worden, nachdem der Papst vor zwei Wochen über anhaltende Müdigkeit und leichte Atembeschwerden geklagt hatte. Vatikan-Sprecher Matteo Bruni erklärte, der Eingriff sei minimalinvasiv geplant und werde voraussichtlich nicht länger als zwei Stunden dauern. Der Papst werde voraussichtlich drei bis fünf Tage im Krankenhaus bleiben.
Franziskus, der bereits 2021 wegen einer Darmoperation und 2023 wegen einer Bauchwandhernie im Gemelli-Krankenhaus behandelt wurde, hat in den letzten Jahren mehrfach mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt. Er leidet zudem an chronischen Knieschmerzen, die ihn zum Rollstuhl zwingen, und an wiederkehrenden Atemwegsinfektionen. Der Knoten in der Lunge wurde bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt, die eigentlich nur die Kontrolle des Darmbereichs zum Ziel hatte.
Die Ärzte des Gemelli-Krankenhauses, das als das Krankenhaus des Papstes gilt, haben den Eingriff für Montagmorgen angesetzt. Der Vatikan betonte, dass der Papst bei vollem Bewusstsein und geistig rege sei. Er habe die Entscheidung zur Operation selbst getroffen, nachdem er mit seinem Arzt und dem Kardinalskollegium gesprochen habe. Die Operation werde unter Vollnarkose durchgeführt, das Risiko sei aufgrund des Alters des Patienten erhöht, aber die Chirurgen seien zuversichtlich.
**Analise**
Die Nachricht von der Operation kommt zu einem politisch und kirchlich sensiblen Zeitpunkt. Der Papst hatte erst vor wenigen Tagen eine Reihe von Reformen im Vatikan angekündigt, darunter eine neue Verfassung für die römische Kurie und die Ernennung mehrerer Frauen in Führungspositionen. Eine längere Abwesenheit des Pontifex könnte diese Reformen verzögern und die innere Dynamik der katholischen Kirche beeinflussen. Zudem steht im Dezember das Weihnachtsfest an, eine der wichtigsten Zeiten für den Papst mit zahlreichen öffentlichen Auftritten.
Die gesundheitliche Situation des Papstes hat in den letzten Jahren immer wieder Spekulationen über einen möglichen Rücktritt ausgelöst. Franziskus selbst hat mehrfach betont, dass er einen Rücktritt nicht ausschließe, aber derzeit nicht beabsichtige, zurückzutreten. Die Operation könnte diese Debatte neu entfachen, insbesondere wenn Komplikationen auftreten oder die Genesung länger dauert als erwartet. Der Vatikan hat jedoch klargestellt, dass der Papst nach der Genesung seine Arbeit fortsetzen werde.
**Fontes**
Die Informationen basieren auf offiziellen Mitteilungen des Presseamtes des Heiligen Stuhls, insbesondere der Erklärung von Matteo Bruni vom 11. Oktober 2026. Zusätzlich wurden Berichte der Nachrichtenagentur ANSA und der Vatikanzeitung L'Osservatore Romano herangezogen. Die medizinischen Details wurden durch eine Stellungnahme des Gemelli-Krankenhauses ergänzt, die am Freitagabend veröffentlicht wurde.
Por Renan Filho · 2026-10-11