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Merz ist noch schlechter dran als Söder: Wer wird nächster Bundespräsident?

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-11-05

In der Debatte um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnet sich ein klares Stimmungsbild ab: Friedrich Merz hat geringere Chancen als Markus Söder. Politische Beobachter sehen den CDU-Vorsitzenden in einer schwierigen Position.

**Lead**

In den politischen Kreisen Deutschlands zeichnet sich eine klare Tendenz ab: Friedrich Merz, Vorsitzender der CDU, hat offenbar geringere Aussichten auf das Amt des Bundespräsidenten als sein bayerischer Amtskollege Markus Söder. Diese Einschätzung wird von mehreren politischen Analysten geteilt, die die veränderte Kräfteverteilung in der Union und die parteiinternen Dynamiken beobachten. Die Frage, wer nach dem Ende der Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier im Jahr 2027 ins Schloss Bellevue einziehen könnte, gewinnt zunehmend an Brisanz.

**Contexto**

Die Wahl des Bundespräsidenten erfolgt durch die Bundesversammlung, die sich aus den Mitgliedern des Bundestags und einer gleichen Anzahl von Delegierten der Länderparlamente zusammensetzt. Traditionell wird das Amt von einer überparteilichen Persönlichkeit bekleidet, die jedoch oft aus der Politik kommt. Frank-Walter Steinmeier, der 2017 gewählt und 2022 im Amt bestätigt wurde, hat angekündigt, nicht für eine dritte Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Damit wird der Weg frei für eine neue Kandidatur.

In der Union, die seit Jahren über die Nachfolge diskutiert, gelten zwei Namen als besonders wahrscheinlich: Friedrich Merz und Markus Söder. Beide haben unterschiedliche Profile und stehen für verschiedene Flügel der Partei. Merz, der als wirtschaftsliberal gilt und in der CDU nach der Ära Merkel neue Akzente setzt, hat in den letzten Jahren an Profil gewonnen. Söder hingegen, bayerischer Ministerpräsident und CSU-Chef, wird oft als charismatischer und volksnäher beschrieben.

Aktuelle politische Bewertungen deuten darauf hin, dass Merz im Vergleich zu Söder deutlich schlechtere Karten hat. Dies liegt unter anderem an der schwierigen Lage der CDU in Umfragen und an der Tatsache, dass Merz innerhalb der Union nicht unumstritten ist. Söder hingegen kann auf eine stabile Machtbasis in Bayern zurückgreifen und genießt auch in anderen Teilen Deutschlands eine gewisse Popularität. Zudem gilt Söder als Medienprofi, der in der Öffentlichkeit oft präsenter ist als Merz.

**Analise**

Die Analyse der politischen Landschaft zeigt, dass die Kandidatur für das Bundespräsidentenamt nicht allein von der Parteibasis abhängt. Die Bundesversammlung setzt sich aus Abgeordneten aller Fraktionen zusammen, sodass eine Kandidatur breite Zustimmung über die eigene Partei hinaus benötigt. Hier liegt ein zentraler Nachteil für Merz: Seine polarisierende Art und seine klare Positionierung als konservativer Wirtschaftspolitiker könnten es für SPD, Grüne und FDP schwer machen, ihn zu unterstützen. Söder hingegen hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er auch mit anderen Parteien kooperieren kann, etwa während der Corona-Pandemie, als er regelmäßig mit der Bundesregierung zusammenarbeitete.

Darüber hinaus spielt die regionale Verankerung eine Rolle. Ein Bundespräsident aus Bayern könnte das katholisch-konservative Element stärken, während ein Kandidat aus Nordrhein-Westfalen wie Merz eher für das protestantisch-liberale Spektrum steht. Die politische Mitte des Landes tendiert derzeit jedoch eher zu einem ausgleichenden Profil, wie es Steinmeier verkörpert. Söder könnte dieses Profil eher bieten als Merz, dessen wirtschaftsliberale Agenda oft mit harten Einschnitten verbunden wird.

Ein weiterer Faktor ist der Zeitpunkt. Die nächste Bundespräsidentenwahl steht formal erst 2027 an, doch die Diskussionen haben bereits jetzt begonnen. Sollte Merz als CDU-Chef in den nächsten Jahren keine klaren Erfolge vorweisen können, könnte seine Position weiter geschwächt werden. Söder hingegen hat in Bayern eine stabile Regierung und kann sich als Landesvater profilieren, was das Amt des Bundespräsidenten begünstigt.

**Fontes**

Die Informationen basieren auf öffentlichen Aussagen von politischen Beobachtern wie dem Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte und auf Berichten von ARD, ZDF sowie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Einschätzung der relativen Positionen von Merz und Söder erfolgt auf Grundlage von Medienanalyse und parteiinternen Stimmungsbildern, die in den vergangenen Monaten veröffentlicht wurden.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.