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Internacional

Hegeseth kritisiert negative Berichterstattung über USS Abraham Lincoln während Deutschlandbesuch

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-10-07

Pete Hegeseth, designierter Unterstaatssekretär im Pentagon, hat die Medien scharf angegriffen, weil sie angeblich ein verzerrtes Bild vom Flugzeugträger USS Abraham Lincoln zeichnen, der derzeit in Deutschland stationiert ist.

**Lead**

Pete Hegeseth, ein enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump und designierter Unterstaatssekretär für Personal und Bereitschaft im Pentagon, hat die Berichterstattung über den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln scharf kritisiert. Der Flugzeugträger der Nimitz-Klasse legte in dieser Woche im Hafen von Wilhelmshaven an, um an gemeinsamen Übungen mit der Deutschen Marine teilzunehmen. Hegeseth warf deutschen und internationalen Medien vor, die Mission des Schiffs systematisch negativ darzustellen und damit das Vertrauen in die transatlantische Sicherheitspartnerschaft zu untergraben. Die Kritik erfolgte in einer Reihe von Posts auf der Plattform X sowie in einem Interview mit dem konservativen Sender Fox News, das am Mittwoch ausgestrahlt wurde.

**Contexto**

Die USS Abraham Lincoln (CVN-72) ist einer der modernsten Flugzeugträger der US Navy und Teil der Trägerkampfgruppe 3. Sie war zuvor im Indopazifik eingesetzt und wurde im Rahmen einer routinemäßigen Verlegung in den europäischen Operationsraum beordert. Der Besuch in Wilhelmshaven ist der erste eines US-Flugzeugträgers in Deutschland seit mehr als zehn Jahren und wird von beiden Seiten als Zeichen der engen militärischen Zusammenarbeit gewertet. Die Bundesregierung begrüßte die Stationierung als Beitrag zur Abschreckung in der Ostsee und zur Stärkung der NATO-Ostflanke.

Hegeseth, ein ehemaliger Offizier der Army National Guard und langjähriger Fox-News-Moderator, wurde im Juni von Trump für den Posten im Pentagon nominiert. Seine Bestätigung durch den Senat steht noch aus, doch er gilt als einflussreiche Stimme in der sicherheitspolitischen Debatte. In den vergangenen Monaten hat er wiederholt die Berichterstattung über das US-Militär kritisiert und den Medien vorgeworfen, aus ideologischen Gründen ein negatives Bild zu zeichnen. Konkret monierte Hegeseth, dass Berichte über die USS Abraham Lincoln sich auf angebliche technische Pannen, Personalknappheit oder Umweltbedenken konzentrierten, während die strategische Bedeutung und die Erfolge der Besatzung unerwähnt blieben.

Tatsächlich hatten mehrere Nachrichtenportale in Deutschland und den USA in den Tagen vor dem Hafenbesuch über Verzögerungen bei der Wartung des Trägers sowie über eine interne Untersuchung zu einem Zwischenfall an Bord berichtet. Die US Navy bestätigte, dass es zu kleineren technischen Problemen gekommen sei, betonte jedoch, dass die Einsatzbereitschaft des Schiffs nicht beeinträchtigt sei. Hegeseths Kritik richtet sich nicht nur gegen einzelne Artikel, sondern gegen eine seiner Meinung nach grundsätzlich feindselige Haltung der Medien gegenüber dem Militär unter der Trump-Administration.

**Analise**

Die Auseinandersetzung um die Berichterstattung über die USS Abraham Lincoln ist ein weiteres Beispiel für das angespannte Verhältnis zwischen der Trump-Regierung und großen Teilen der Medienlandschaft. Hegeseths Vorwürfe passen in ein Muster, das seit Trumps erster Amtszeit zu beobachten ist: Die Regierung versucht, die Deutungshoheit über militärische Operationen zu behalten und kritische Berichterstattung als unpatriotisch oder irreführend zu brandmarken. Diesmal steht jedoch ein besonders symbolträchtiges Objekt im Fokus – ein Flugzeugträger, der als mobiles Territorium der USA gilt und dessen Präsenz in Deutschland politisch sensibel ist.

Für die deutsch-amerikanischen Beziehungen könnte der Vorfall eine zusätzliche Belastung darstellen. Zwar betonten sowohl das Pentagon als auch das Bundesverteidigungsministerium, dass die militärische Kooperation nicht beeinträchtigt sei, doch die öffentliche Kritik eines designierten Pentagon-Vertreters an der deutschen Presse könnte das politische Klima verschlechtern. Insbesondere in einer Zeit, in der Trump immer wieder die Höhe der deutschen Verteidigungsausgaben kritisiert und mit einem Truppenabzug droht, gewinnt jede negative Schlagzeile an Brisanz. Hegeseths Angriff auf die Medien könnte als Versuch gesehen werden, die öffentliche Meinung in Deutschland zu beeinflussen und Druck auf die Bundesregierung auszuüben.

Gleichzeitig zeigt der Fall, wie sehr die Trump-Administration auf eine aggressive Kommunikationsstrategie setzt. Indem Hegeseth die Berichterstattung über einen einzelnen Flugzeugträger zum Politikum macht, lenkt er von anderen Themen ab – etwa von den anhaltenden Diskussionen über die Einsatzbereitschaft der US-Streitkräfte oder von den Spannungen mit dem Kongress über den Verteidigungshaushalt. Die Medien wiederum stehen vor der Herausforderung, sachlich zu berichten, ohne sich in eine Polarisierung treiben zu lassen. Objektiv betrachtet ist die USS Abraham Lincoln ein beeindruckendes Kriegsschiff, aber wie jedes komplexe System hat es auch Schwachstellen. Eine ausgewogene Berichterstattung müsste beide Seiten zeigen – genau das aber scheint Hegeseth nicht zu wollen.

**Fontes**

Die Informationen basieren auf öffentlichen Aussagen von Pete Hegeseth auf der Plattform X und in einem Interview mit Fox News, ergänzt durch Berichte der Nachrichtenagenturen Associated Press, Reuters und der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sowie offizielle Stellungnahmen der US Navy und des Bundesverteidigungsministeriums.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.