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Gen-Z-Demo am 31. Oktober: „Irgendwie sind alle schon gegen uns, bevor wir überhaupt angefangen haben“

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-10-29

Am 31. Oktober planen junge Menschen in ganz Deutschland eine Demonstration, um gegen die mangelnde Unterstützung durch Politik und Gesellschaft zu protestieren. Der Slogan bringt das Gefühl der Generation Z auf den Punkt.

**Lead**

Am 31. Oktober 2026 werden in zahlreichen deutschen Städten tausende Angehörige der Generation Z auf die Straße gehen. Unter dem Motto „Irgendwie sind alle schon gegen uns, bevor wir überhaupt angefangen haben“ rufen die Organisatoren zu einem bundesweiten Protesttag auf. Die Demonstration richtet sich gegen das Gefühl der strukturellen Benachteiligung und mangelnden politischen Repräsentation, das viele junge Menschen in Deutschland teilen. Die Aktion ist als dezentraler Protest geplant, mit Kundgebungen in Berlin, Hamburg, München, Köln und weiteren Großstädten.

**Contexto**

Die Generation Z – geboren etwa zwischen 1997 und 2012 – wächst in einer Zeit multipler Krisen auf: Klimawandel, Wohnungsnot, steigende Lebenshaltungskosten und eine alternde Gesellschaft, die politisch und wirtschaftlich stark auf die Bedürfnisse älterer Wählergruppen ausgerichtet ist. Bereits in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Proteste junger Menschen, etwa die „Fridays for Future“-Bewegung, die sich vor allem für Klimaschutz einsetzte. Die neue Demo am 31. Oktober geht jedoch über das Klimathema hinaus. Die Organisatoren – ein loses Bündnis aus studentischen Gruppen, Jugendverbänden und lokalen Initiativen – kritisieren, dass die Politik die Anliegen der Jungen systematisch ignoriere.

Der gewählte Slogan spiegelt eine weit verbreitete Frustration wider: Viele junge Menschen fühlen sich bereits vor dem Eintritt in den Arbeitsmarkt oder die politische Bühne abgestempelt – als naiv, fordernd oder realitätsfern. In sozialen Netzwerken kursieren Aufrufe, die genau dieses Gefühl der Vorverurteilung thematisieren. „Wir werden als die Generation der ‚Faulen‘ oder ‚Anspruchsvollen‘ abgetan, bevor wir überhaupt die Chance bekommen, unsere Perspektive zu zeigen“, heißt es in einem der verbreiteten Statements. Die Demo soll daher nicht nur konkrete Forderungen stellen, sondern auch ein Zeichen gegen die pauschale Abwertung junger Menschen setzen.

Zu den zentralen Forderungen gehören unter anderem: eine bezahlbare Wohnungspolitik, die auch für Auszubildende und Studierende leistbar ist; eine Reform des Bildungssystems mit mehr Investitionen in digitale Infrastruktur und psychologische Unterstützung; sowie eine konsequentere Klimapolitik, die nicht auf Kosten der nächsten Generation geht. Auch die Alterssicherung und die wachsende Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt werden thematisiert. Die Organisatoren betonen, dass es sich um einen überparteilichen Protest handelt, der sich an alle demokratischen Parteien richtet.

**Analise**

Die Demonstration am 31. Oktober fällt in eine politisch angespannte Phase. Die Bundestagswahl 2025 hat eine Koalition hervorgebracht, die in Umfragen bei jungen Wählern besonders schlecht abschneidet. Laut aktuellen Trendanalysen – die jedoch nicht als exakte Zahlen zitiert werden können – fühlt sich eine deutliche Mehrheit der 18- bis 29-Jährigen von den etablierten Parteien nicht vertreten. Die Demo könnte daher als Ventil für eine wachsende Unzufriedenheit dienen, die sich in den kommenden Jahren auch in Wahlentscheidungen niederschlagen könnte.

Bemerkenswert ist die Wortwahl des Slogans: „Irgendwie sind alle schon gegen uns, bevor wir überhaupt angefangen haben.“ Er verweist auf ein generationelles Misstrauen, das tiefer liegt als konkrete politische Differenzen. Soziologen sprechen in diesem Zusammenhang von einer „strukturellen Geringschätzung“ der Jugend, die sich in der öffentlichen Debatte und in politischen Entscheidungen manifestiert. Die Demo ist daher nicht nur ein Protest gegen bestimmte Politikinhalte, sondern auch ein Versuch, die Deutungshoheit über die eigene Generation zurückzugewinnen.

Die Reaktionen aus der Politik sind bislang verhalten. Während einige Abgeordnete der Grünen und der Linken Verständnis für die Anliegen äußerten, warnten Vertreter der Union und der FDP vor „überzogenen Forderungen“ und einer „Generalisierung der Kritik“. Die Organisatoren der Demo kündigten an, dass die Proteste friedlich bleiben und dass sie eine Dialogbereitschaft signalisieren wollen. Ob die Aktion tatsächlich zu einem Umdenken in der Politik führt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass die Generation Z zunehmend bereit ist, ihre Stimme lautstark und organisiert zu erheben.

**Fontes**

Die Informationen basieren auf öffentlichen Aufrufen der Demonstranten, Berichten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sowie Analysen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zur politischen Stimmung unter jungen Menschen. Die genannten Forderungen wurden aus den offiziellen Ankündigungen der Organisatoren entnommen, die über soziale Medien und Pressemitteilungen verbreitet wurden.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.