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Eintracht-Debakel: Krösches fehlende Abwehrkräfte

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-10-11

Nach der jüngsten Niederlage von Eintracht Frankfurt rückt die defensive Anfälligkeit in den Fokus. Sportvorstand Markus Krösche sieht sich zunehmender Kritik ausgesetzt.

**Lead**

Die Eintracht Frankfurt erlebt ein sportliches Debakel, das die strukturellen Schwächen des Teams schonungslos offenlegt. Die Mannschaft, die noch vor wenigen Jahren im Europapokal für Furore sorgte, kassiert eine herbe Niederlage – und im Zentrum der Kritik steht einmal mehr die mangelhafte Defensivarbeit. Sportvorstand Markus Krösche, der für die Kaderplanung verantwortlich zeichnet, sieht sich mit der Frage konfrontiert, warum er die Abwehr nicht rechtzeitig verstärkt hat. Der Abend im Stadion war geprägt von individuellen Fehlern, fehlender Abstimmung und einem Gesamteindruck, der an die schwächsten Phasen der Vereinsgeschichte erinnert. Dabei hatte die Eintracht durchaus Phasen, in denen sie das Spiel kontrollierte, doch die Defensive erwies sich als zu löchrig, um einen Rückstand zu verhindern.

**Context**

Die aktuelle Saison ist für Eintracht Frankfurt eine Achterbahnfahrt. Nach einem vielversprechenden Start mit Siegen gegen vermeintlich schwächere Gegner folgten immer wieder Rückschläge, die vor allem auf defensive Unzulänglichkeiten zurückzuführen sind. In mehreren Partien geriet die Mannschaft früh in Rückstand, weil die Innenverteidigung nicht stabil stand und das Mittelfeld zu wenig Schutz bot. Die Verantwortung dafür liegt auch bei Markus Krösche, der seit seinem Amtsantritt im Sommer 2021 den Kader umkrempelt. Während offensive Transfers wie die Verpflichtung von Stürmern viel Lob erhielten, blieb die Abwehr häufig vernachlässigt. Die Abgänge von erfahrenen Verteidigern wurden nicht adäquat kompensiert, und die jungen Talente, die nachrückten, sind noch nicht reif genug für die hohen Anforderungen der Bundesliga und des internationalen Wettbewerbs. Krösche selbst betonte in Interviews stets, dass er langfristig plane und auf Kontinuität setze. Doch die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass diese Strategie im defensiven Bereich bislang nicht aufgeht. Die Fans reagieren zunehmend ungeduldig, die Stimmung im Umfeld ist gereizt. Die Frage nach der Kaderzusammenstellung wird lauter gestellt, insbesondere mit Blick auf die Transferperiode im Sommer. Warum wurde kein erfahrener Innenverteidiger verpflichtet, als die Probleme offensichtlich wurden? Warum setzt man weiterhin auf Spieler, die regelmäßig ihre Grenzen aufzeigen?

Die defensive Misere ist kein neues Phänomen. Bereits in der Vorsaison kassierte die Eintracht eine hohe Anzahl an Gegentoren, was nur durch eine starke Offensive kaschiert wurde. Die damalige Erfolgsquote täuschte über die strukturellen Probleme hinweg. Nun, da die Offensive nicht mehr jede Schwäche ausgleichen kann, wird die Defensivarbeit zum offenen Wundpunkt. Die Trainerstab versucht gegenzusteuern mit taktischen Anpassungen, doch die individuellen Fehler bleiben bestehen. Die Spieler wirken verunsichert, die Abstimmung untereinander fehlt. Dies liegt nicht allein am Trainer, sondern auch an der mangelnden Kontinuität in der Aufstellung. In der Innenverteidigung gab es in den letzten Monaten mehrere Wechsel, was die Bildung einer stabilen Achse erschwert. Krösche steht nun vor der Herausforderung, sowohl kurzfristig Lösungen zu finden als auch die langfristige Planung nicht aus den Augen zu verlieren.

**Analyse**

Die fehlende Abwehrkraft ist mehr als nur ein taktisches Problem – sie gefährdet das gesamte sportliche Projekt von Eintracht Frankfurt. Der Verein hat in den letzten Jahren wirtschaftlich aufgeholt, die Infrastruktur verbessert und sich als feste Größe im oberen Tabellendrittel etabliert. Doch dieser Aufschwung ruht auf sportlichem Erfolg. Wenn die Defensive weiterhin so anfällig bleibt, droht der Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Die Champions-League-Träume der vergangenen Saison sind verflogen, und selbst die Teilnahme an der Europa League ist gefährdet. Für einen Verein, der sich als internationale Marke positionieren will, wäre ein solcher Rückschlag verheerend. Die wirtschaftlichen Folgen – geringere TV-Einnahmen, weniger Sponsorengelder, sinkender Ticketverkauf – wären spürbar. Doch noch gravierender ist der Vertrauensverlust bei den Anhängern. Die Fans haben jahrelang eine emotionale Achterbahnfahrt mitgemacht und den Verein durch Höhen und Tiefen begleitet. Sie erwarten nun eine klare Ansage und Taten. Krösche muss liefern, sonst wird der Druck auf ihn weiter steigen.

Die Ursachen für das Defensivdebakel liegen auch in der Transferstrategie. Während andere Bundesligisten gezielt in erfahrene Innenverteidiger investierten, setzte Krösche auf Entwicklungshilfe und spekulative Transfers. Spieler, die in kleineren Ligen überzeugten, scheitern oft an der Intensität der Bundesliga. Die Scoutingabteilung mag gute Arbeit leisten, doch die Risikobereitschaft in der Defensive ist zu hoch. Ein Verein mit den Ambitionen der Eintracht kann sich keine Experimente in der Abwehrzentrale leisten. Es fehlt an Leadership auf dem Platz – an einem Abwehrchef, der die jungen Spieler führt, die Abstände korrigiert und in kritischen Momenten ruht. Die Verantwortung dafür liegt bei der sportlichen Leitung. Krösche muss jetzt eingestehen, dass Fehler gemacht wurden, und in der kommenden Transferperiode konsequent handeln. Ein hochkarätiger Innenverteidiger mit Erfahrung ist unerlässlich, ebenso wie eine grundlegende taktische Neuausrichtung. Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Jeder weitere Patzer wird das Vertrauen weiter untergraben.

**Quellen**

Die Analyse basiert auf öffentlich zugänglichen Spielberichten der Bundesliga, Vereinsmitteilungen von Eintracht Frankfurt sowie Expertenkommentaren aus einschlägigen Sportmedien. Keine der genannten Informationen beruht auf exklusiven Quellen des FORTIS NEWS.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.