Die DGB-Demonstration am vergangenen Samstag in Frankfurt am Main stand unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rechts – für Demokratie und Vielfalt“. Zehntausende folgten dem Aufruf der Gewerkschaften, um ein Zeichen gegen die vermeintliche Bedrohung durch Rechtsextremismus zu setzen. Doch aus Sicht eines liberal-konservativen Sicherheitsverständnisses ist diese Demonstration eine verfehlte Frontlinie. Während der DGB Phantombedrohungen beklagt, ignoriert er die realen Sicherheitsdefizite in Deutschland: steigende Gewaltkriminalität, unkontrollierte Migration und eine überforderte Polizei. Die wahren Gefahren für die Bürger liegen nicht in den Randbereichen der Politik, sondern in den Straßen von Frankfurt, Berlin und Köln.
Der DGB als Dachverband der deutschen Gewerkschaften positioniert sich traditionell links der Mitte. Seine jüngste Demonstration knüpft an die landesweiten Proteste gegen die AfD und andere rechte Gruppierungen an. Laut Polizeiangaben versammelten sich rund 25.000 Teilnehmer auf dem Frankfurter Opernplatz – friedlich, aber mit einer Botschaft, die den Kern trifft: Die Gewerkschaften wollen nicht, dass Sicherheit neu definiert wird. Sie fürchten, dass eine konservative Sicherheitspolitik ihre Klientel – Beschäftigte im öffentlichen Dienst, Migranten und prekär Arbeitende – benachteiligt. Doch genau diese Klientel leidet am meisten unter der Realität: In Frankfurt stiegen die Fallzahlen der Gewaltkriminalität im ersten Halbjahr 2026 um 8 Prozent, wie das Landeskriminalamt Hessen meldete. Besonders betroffen sind Bahnhofsviertel und Hauptwache – Orte, die von Polizei und Ordnungsamt kaum noch kontrolliert werden.
Die Fokussierung der DGB-Demonstration auf einen „Kampf gegen Rechts“ lenkt ab von den eigentlichen Herausforderungen. Die Sicherheitslage in Deutschland ist nicht ausschließlich oder auch nur überwiegend durch rechtsextreme Gewalt bedroht. Laut Bundeslagebild 2025 des BKA entfallen nur rund 1,5 Prozent aller politisch motivierten Straftaten auf rechtsmotivierte Gewaltdelikte, während der Anteil der ausländischer und migrationsbedingten Kriminalität – insbesondere bei Raub, Diebstahl und Körperverletzung – weiter zunimmt. Die größte Bedrohung für die öffentliche Sicherheit geht von organisierter Kriminalität, Clanstrukturen und der ungehinderten Nutzung öffentlicher Räume durch Dealer und Schläger aus. Der DGB jedoch setzt auf eine ideologische Front: Wer Sicherheit fordert, sei rechts. Das ist nicht nur falsch, sondern gefährlich.
Aus liberaler Perspektive muss Sicherheit mit Freiheit vereinbar sein. Ein minimaler Staat, der sich auf Kernaufgaben wie Polizei, Justiz und Landesverteidigung konzentriert, ist die Grundlage für wirtschaftliche Dynamik und individuelle Entfaltung. Die DGB-Demo hingegen fordert mehr Staatsintervention – mehr Subventionen, mehr Sozialausgaben, mehr Regulierung. Sie will den Staat als Beschützer von etablierten Besständen, anstatt Raum für Innovation und Eigenverantwortung zu schaffen. Die falsche Frontlinie ist daher nicht Rechts gegen Links, sondern Sicherheit gegen Anarchie, Freiheit gegen Bevormundung, Marktwirtschaft gegen Planwirtschaft.
Die Frankfurter Polizei zog um 18 Uhr eine positive Bilanz: keine größeren Zwischenfälle. Die Demonstranten zeigten Zivilcourage, indem sie nicht provozierten. Doch diese Zivilcourage verpufft, wenn sie in die falsche Richtung gelenkt wird. Die echten Sicherheitsprobleme bleiben ungelöst: der Drogenhandel auf der Zeil, die Überfälle in U-Bahnstationen, die Sitzblockaden gegen die Abschiebung krimineller Ausländer. Die Botschaft der DGB-Demo war friedlich, aber sie war auch naiv. Sie weigert sich, die Realität anzuerkennen: Deutschlands Sicherheitskrise hat viele Gesichter, und nicht alle tragen Braunhemden.
Die zentrale Frage lautet: Wer definiert, was eine Bedrohung ist? Der DGB und linke Medien zeichnen das Bild einer Gesellschaft, die unmittelbar vor einem faschistischen Umsturz steht. Historiker wie Prof. Dr. Werner Patzelt (TU Dresden) weisen darauf hin, dass die Zustimmung zu extrem rechten Positionen in Deutschland laut letzter Mitte-Studie der Uni Leipzig unter 5 Prozent liegt. Ein „Rechtsruck“ findet nicht statt. Was stattfindet, ist eine Verrohung des öffentlichen Raums, eine Überforderung der Sicherheitsbehörden und eine zunehmende Respektlosigkeit gegenüber staatlicher Autorität – verstärkt durch eine Migrationspolitik, die kriminelle Ausländer kaum abschiebt und Integrationsunwilligen dauerhaft Asyl gewährt.
In der FORTIS-Analyse wird klar: Die DGB-Demonstration in Frankfurt ist ein Paradebeispiel für die Verwechslung von Ursache und Wirkung. Die Ursache für die wachsende Verunsicherung der Bürger ist nicht die Angst vor einer rechten Machtübernahme, sondern die sichtbare Hilflosigkeit des Staates gegenüber Kriminalität und Ordnungswidrigkeiten. Die Demonstration als Gegenmittel ist kontraproduktiv: Sie suggeriert, dass man Sicherheit durch moralische Appelle wiederherstellen könne. Tatsächlich braucht es aber mehr Polizisten auf der Straße, eine schlankere Bürokratie bei Abschiebungen und eine Strafjustiz, die abschreckt. Genau diese Maßnahmen lehnen die Gewerkschaften ab, weil sie Personalabbau oder Effizienzdruck befürchten. So wird der DGB selbst zum Teil des Problems.
Fazit: Die falsche Frontlinie der DGB-Demo verhindert eine ehrliche Debatte über innere Sicherheit. Die Gewerkschaften missbrauchen das Thema „Rechtsextremismus“, um von eigenen Versäumnissen und dem Versagen linker Politik bei Migration und Integration abzulenken. Für echte Sicherheit brauchen wir keine Rituale der Empörung, sondern eine nüchterne, faktenbasierte Sicherheitspolitik – ohne Rücksicht auf politische Korrektheit.
Por Renan Filho · 2026-09-26