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CDU-Kandidatin für Steinmeier-Nachfolge: Claus gilt als Favoritin im Rennen um das Bundespräsidentenamt

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-10-27

Im Deutschland-Liveblog wird berichtet, dass die CDU-Politikerin und ehemalige Bundesministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) als mögliche Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gehandelt wird. Die Entscheidung über die Kandidatur fällt voraussichtlich im Frühjahr 2027.

**Lead**

Berlin – Im politischen Berlin zeichnet sich eine neue Personaldebatte ab, die weit über die Parteigrenzen hinausreicht. Im Fokus steht die Frage, wer im Jahr 2027 die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier antreten wird. Nach Informationen aus dem Deutschland-Liveblog mehrerer Nachrichtenagenturen gilt innerhalb der CDU die ehemalige Verteidigungsministerin und frühere CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) als aussichtsreichste Kandidatin. Die 62-jährige Saarländerin wird von führenden Unionspolitikern als „integrative Figur“ beschrieben, die in der Lage sei, das Amt überparteilich auszufüllen.

**Contexto**

Die Diskussion um die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier, dessen zweite Amtszeit am 18. März 2027 endet, hat in den letzten Wochen an Dynamik gewonnen. Obwohl Steinmeier selbst noch keine offizielle Erklärung zu einer möglichen dritten Kandidatur abgegeben hat, mehren sich in der Bundespolitik die Spekulationen, dass der 68-jährige SPD-Politiker nicht erneut antreten wird. Historisch gesehen ist eine dritte Amtszeit eines Bundespräsidenten in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland selten – nur Theodor Heuss (1954–1959) und Richard von Weizsäcker (1989–1994) dienten zwei volle Amtszeiten, wobei von Weizsäcker auf eine dritte verzichtete.

In diesem Kontext hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begonnen, interne Sondierungen durchzuführen. Annegret Kramp-Karrenbauer, die von 2018 bis 2021 Vorsitzende der CDU war und von 2019 bis 2021 das Verteidigungsministerium leitete, gilt als Wunschkandidatin des konservativen Lagers. Ihre Erfahrung in der Bundespolitik, ihre rhetorischen Fähigkeiten und ihre Bekanntheit in der Bevölkerung werden als Pluspunkte gewertet. Zudem hat sie sich nach ihrem Rückzug aus der aktiven Tagespolitik im Jahr 2022 auf Vorträge und Beratungstätigkeiten konzentriert, was sie als überparteiliche Kandidatin interessant macht.

Die Wahl des Bundespräsidenten erfolgt durch die Bundesversammlung, die sich aus den Mitgliedern des Bundestages und einer gleichen Anzahl von Delegierten der Länderparlamente zusammensetzt. Für eine erfolgreiche Kandidatur ist eine absolute Mehrheit im ersten oder zweiten Wahlgang erforderlich. Die CDU/CSU verfügt derzeit über rund 30 Prozent der Sitze im Bundestag, was bedeutet, dass sie auf Stimmen aus anderen Lagern angewiesen wäre – insbesondere von der FDP, den Grünen oder Teilen der SPD.

**Analise**

Die Nominierung von Annegret Kramp-Karrenbauer wäre ein strategischer Schachzug der Union. Sie würde nicht nur das konservative Profil der Partei betonen, sondern auch eine Brücke zu den gemäßigten Kräften schlagen. AKK, wie sie in Medien oft genannt wird, hat sich in ihrer Zeit als Ministerpräsidentin des Saarlandes (2011–2018) einen Ruf als pragmatische und ausgleichende Politikerin erarbeitet. Ihre Rolle als Verteidigungsministerin war zwar von Herausforderungen geprägt – etwa der Debatte um die Ausrüstung der Bundeswehr und die Evakuierungsmission in Afghanistan –, doch sie wird allgemein als kompetent und integer wahrgenommen.

Ein möglicher Gegenkandidat aus den Reihen der SPD könnte der ehemalige Finanzminister Olaf Scholz sein, der nach der Bundestagswahl 2025 als Kanzlerkandidat gehandelt wird. Allerdings ist Scholz‘ Popularität in der Bevölkerung nach der Ampel-Koalition angeschlagen. Auch der Name von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wurde in Spekulationen genannt, jedoch fehlt ihm die überparteiliche Ausstrahlung, die für das höchste Staatsamt notwendig ist.

Die Entscheidung über die Kandidatur wird voraussichtlich im Frühjahr 2027 fallen, nachdem die Landtagswahlen in mehreren Bundesländern abgeschlossen sind. Sollte Steinmeier tatsächlich nicht erneut antreten, wäre die Bundesversammlung im Mai 2027 zur Wahl aufgerufen. Die CDU hat signalisiert, dass sie eine Kandidatin aus den eigenen Reihen präsentieren will, um das Amt nach zwölf Jahren SPD-Zugehörigkeit zurückzugewinnen.

**Fontes**

Die Informationen basieren auf Berichten des Deutschland-Liveblogs der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters und des ARD-Hauptstadtstudios. Die genannten politischen Bewertungen stützen sich auf öffentliche Äußerungen von CDU-Präsidiumsmitgliedern sowie auf Analysen des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages zur Wahl des Bundespräsidenten. Die Daten zur Amtszeit von Bundespräsidenten wurden den offiziellen Aufzeichnungen des Bundespräsidialamtes entnommen.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.