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Nach mehr als 400 Jahren: Wissenschaftler knacken Code eines alten Messingschlosses

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-11-06

Ein internationales Forscherteam hat den Mechanismus eines mehr als 400 Jahre alten Messingschlosses aus der Ming-Dynastie entschlüsselt. Die Entdeckung wirft neues Licht auf historische Sicherheitstechniken und die Handwerkskunst des 16. Jahrhunderts.

**Lead**

Ein jahrhundertealtes Rätsel ist gelöst: Wissenschaftler haben den Code eines Messingschlosses geknackt, das vor mehr als 400 Jahren gefertigt wurde. Das Schloss, das aus der Zeit der Ming-Dynastie stammt, galt lange als undurchdringlich. Mithilfe moderner Röntgen- und Computertomographie-Techniken gelang es einem internationalen Team, die innere Mechanik zu analysieren und die korrekte Zahlenkombination zu ermitteln. Die Ergebnisse wurden kürzlich in einer Fachzeitschrift für Kulturerbe-Forschung veröffentlicht.

**Contexto**

Das Schloss wurde bei archäologischen Ausgrabungen in der chinesischen Provinz Fujian entdeckt, wo es vermutlich zur Sicherung einer Schatulle oder eines wichtigen Dokuments diente. Es besteht aus einer Messinglegierung und weist eine komplexe Kombinationsmechanik auf, die aus mehreren Ringen und Sperrvorrichtungen besteht. Bisher war es unmöglich, das Schloss zu öffnen, ohne es zu zerstören. Die Forscher vermuten, dass es im 16. Jahrhundert von einem Hofhandwerker der Ming-Kaiser angefertigt wurde.

Die Analyse ergab, dass das Schloss über einen fünfstelligen Code verfügt, der durch Drehen der Ringe in einer bestimmten Reihenfolge eingegeben wird. Die genaue Kombination – eine Abfolge von Zahlen, die auf den ersten Blick willkürlich erscheint – wurde durch die Untersuchung von Abnutzungsspuren und Mikroskopie der inneren Bauteile rekonstruiert. Die Wissenschaftler betonten, dass die Herstellung eines solchen Schlosses ein hohes Maß an metallurgischem Wissen und Präzision erforderte, das für die damalige Zeit außergewöhnlich war.

Historische Aufzeichnungen aus der Ming-Zeit belegen, dass Kombinationsschlösser bereits im 15. Jahrhundert in China bekannt waren, jedoch nur selten erhalten blieben. Die meisten Exemplare wurden entweder eingeschmolzen oder gingen in Kriegen verloren. Das nun entschlüsselte Schloss ist eines der wenigen vollständig erhaltenen Beispiele seiner Art und bietet daher einzigartige Einblicke in die Technikgeschichte.

**Analise**

Die Entschlüsselung des Schlosses ist nicht nur eine archäologische Sensation, sondern hat auch Bedeutung für die moderne Sicherheitsforschung. Die Konstruktion des Ming-Schlosses zeigt, dass bereits vor Jahrhunderten Prinzipien angewendet wurden, die heute in mechanischen Zahlenschlössern üblich sind. Die Anordnung der Sperrklinken und die Toleranzen der Ringe ähneln verblüffend modernen Vorhängeschlössern. Dies deutet darauf hin, dass grundlegende Sicherheitskonzepte unabhängig voneinander in verschiedenen Kulturen entwickelt wurden.

Darüber hinaus unterstreicht der Fund die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit. Ohne die Kombination aus Archäologie, Materialwissenschaft und moderner Bildgebung wäre es unmöglich gewesen, den Code zu knacken, ohne das Artefakt zu beschädigen. Die Methode, die das Team anwendete – eine Kombination aus Mikro-CT-Scans und 3D-Modellierung – könnte künftig auch bei anderen historischen Schlössern und mechanischen Geräten eingesetzt werden.

Die Forscher warnen jedoch davor, die Sicherheit historischer Schlösser zu überschätzen. Obwohl das Ming-Schloss für seine Zeit hochentwickelt war, ließe es sich mit heutigen Methoden relativ leicht überwinden. Dennoch zeigt die Entdeckung, dass die Ingenieurskunst des 16. Jahrhunderts weit fortschrittlicher war als lange angenommen. Die genaue Kombination wird nun in einem Museum ausgestellt, damit Besucher die Mechanik nachvollziehen können.

**Fontes**

Die Informationen basieren auf Berichten der Nachrichtenagentur Reuters sowie auf einem Fachartikel in der Zeitschrift „Heritage Science“, der die detaillierte Analyse des Schlosses beschreibt. Weitere Hintergründe lieferten das Archäologische Institut der Provinz Fujian und das Internationale Zentrum für Kulturerbe-Forschung.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.