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Angriff auf Reporter: „Hau ab, hau ab“ – Übergriff auf Journalist in Berlin zeigt Versagen der Sicherheitsbehörden

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-09-26

Ein Journalist wurde bei einer Berichterstattung über eine Demonstration in Berlin von einer aufgebrachten Menge angegriffen und mit den Worten „Hau ab, hau ab“ vertrieben. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Gefährdung der Pressefreiheit in Deutschland und die unzureichenden Schutzmaßnahmen des Staates.

Ein Vorfall am vergangenen Samstag in Berlin-Neukölln hat die Diskussion um die Sicherheit von Journalisten in Deutschland neu entfacht. Der Reporter der Tageszeitung „Die Freiheit“ (Name der Redaktion bekannt) war vor Ort, um über eine Kundgebung zu berichten, als er von Teilnehmern der Versammlung bedrängt wurde. Nach Angaben des Polizeiberichts skandierte die Menge „Hau ab, hau ab“ und drängte den Journalisten unter Beschimpfungen aus dem Bereich der Veranstaltung. Der Reporter erlitt leichte Verletzungen, als er von einem der Beteiligten gestoßen wurde.

Die Polizei bestätigte gegenüber der Presse, dass sie vor Ort war, aber nicht rechtzeitig eingriff. „Die Beamten waren mit der Sicherung des Gesamtareals beschäftigt und konnten die Eskalation nicht verhindern“, heißt es in einer Stellungnahme der Berliner Polizei. Kritiker, darunter der Deutsche Journalistenverband (DJV), fordern eine sofortige Überprüfung der Einsatztaktik. Der DJV-Vorsitzende erklärte: „Es ist inakzeptabel, dass Journalisten bei ihrer Arbeit nicht geschützt werden. Der Staat muss seiner Schutzpflicht nachkommen, sonst ist die Pressefreiheit nur eine leere Hülle.“

Der Vorfall ist kein Einzelfall. Laut einer Studie der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ aus dem Jahr 2025 gab es in Deutschland im vergangenen Jahr 286 dokumentierte Übergriffe auf Journalisten – ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen sind Berichterstatter bei politischen Demonstrationen, unabhängig vom politischen Spektrum der Teilnehmer. Die Gründe sind vielfältig: mangelnde Deeskalation durch die Polizei, eine zunehmend aggressive Stimmung in Teilen der Gesellschaft und ein fehlendes Bewusstsein für die Rolle einer freien Presse.

Warum dieser Vorfall wichtig ist: Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut und durch Artikel 5 des Grundgesetzes geschützt. Doch ohne tatsächlichen Schutz durch den Rechtsstaat bleibt das Grundrecht bloße Theorie. Wenn Journalisten sich nicht mehr sicher fühlen, kann es zu einer Selbstzensur kommen: Berichterstattung über sensible Themen wird gemieden, was die öffentliche Meinungsbildung verzerrt. Für eine liberale Gesellschaft, die auf freiem Ideenaustausch und Fakten basiert, ist das eine ernste Gefahr.

Analyse FORTIS: Aus Sicht einer liberal-konservativen Position zeigt der Vorfall ein strukturelles Problem. Der Staat – auf allen Ebenen – gibt jährlich Milliarden für innere Sicherheit aus, doch die Schutzmaßnahmen für Journalisten bleiben oft Stückwerk. Stattdessen fließen Gelder in immer neue Behörden und Gremien, die selten direkt zur Sicherheit auf der Straße beitragen. Hinzu kommt: Die Politik reagiert meist erst nach prominenten Fällen mit symbolischen Maßnahmen, statt proaktiv zu handeln. Eine effizientere und zielgerichtetere Verwendung der Ressourcen wäre dringend nötig – etwa durch speziell geschulte Polizeieinheiten für Veranstaltungen mit erhöhtem Risiko und eine konsequente Strafverfolgung von Angreifern. Der Staat muss hier seine Kernaufgabe ernst nehmen: den Schutz von Leib, Leben und Freiheit der Bürger – und damit auch der Presse.

Kontrapunkt: Einige Stimmen argumentieren, dass Journalisten in manchen Situationen selbst zur Eskalation beitragen, etwa durch aufdringliches Verhalten oder Parteinahme. Doch selbst wenn dies in Einzelfällen zutreffen mag – und dafür gibt es bei diesem Vorfall keine Belege –, rechtfertigt dies niemals Gewalt oder Einschüchterung. Die Verantwortung für die Sicherheit liegt immer zuerst beim Staat und der eingesetzten Polizei. Zudem wäre es fatal, die Debatte auf ein vermeintliches Fehlverhalten des Opfers zu lenken, anstatt die strukturellen Mängel zu beheben.

Fazit: Der Angriff auf den Reporter in Berlin ist ein weiterer Weckruf. Die Politik muss handeln, nicht nur reden. Bessere Ausbildung der Polizei, klare Anweisungen zum Schutz von Journalisten sowie eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Gewalt gegen die Presse sind überfällig. Die Freiheit der Berichterstattung ist keine Selbstverständlichkeit – sie muss jeden Tag aufs Neue verteidigt werden, auch und gerade mit einem starken und schlanken Staat, der seine Kernaufgaben effektiv erfüllt.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.