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Internacional

Merz kündigt Senkung der Stromsteuer für alle an

Renan Filho Por Renan Filho · 2026-10-12

Der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine umfassende Senkung der Stromsteuer angekündigt, um die Energiekosten für Haushalte und Unternehmen zu senken. Die Maßnahme gilt als zentraler Baustein der geplanten Wirtschafts- und Standortpolitik.

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Im Deutschland-Liveblog hat der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz eine Senkung der Stromsteuer für alle angekündigt. Die Ankündigung fiel im Rahmen seiner jüngsten Äußerungen zur wirtschaftlichen Lage des Landes. Die geplante Maßnahme soll Haushalte und Unternehmen gleichermaßen entlasten und wird als Teil eines umfassenderen Pakets zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland eingeordnet.

**Contexto**

Die Stromsteuer in Deutschland ist eine Verbrauchsteuer auf elektrischen Strom, die seit Jahren Gegenstand wirtschaftspolitischer Debatten ist. Aktuell liegt der Steuersatz für den allgemeinen Stromverbrauch bei 2,05 Cent pro Kilowattstunde, während ermäßigte Sätze für bestimmte Branchen gelten, insbesondere für das produzierende Gewerbe und die Land- und Forstwirtschaft. Die vollständige Abschaffung oder deutliche Absenkung dieser Steuer war wiederholt von Wirtschaftsverbänden und Teilen der Politik gefordert worden, da Deutschland im internationalen Vergleich hohe Energiekosten hat.

Merz, der nach der Bundestagswahl 2025 mit der Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragt wurde, hat die Stromsteuersenkung in den Kontext seiner wirtschaftspolitischen Agenda gestellt. Bereits im Wahlkampf hatte die Union angekündigt, die Energiepolitik zu einem Schwerpunkt zu machen. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltend hoher Energiepreise, die durch die Energiekrise der vergangenen Jahre und den Ausstieg aus der Kernenergie verstärkt wurden.

Die Bundesregierung hatte in der Vergangenheit bereits zeitlich befristete Entlastungen bei den Stromkosten eingeführt, etwa durch die Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß im Jahr 2022. Diese Maßnahme war jedoch an Bedingungen geknüpft und galt nicht flächendeckend. Die nun angekündigte Senkung für alle würde über diese befristeten Regelungen hinausgehen und eine dauerhafte Entlastung schaffen.

**Analise**

Die Ankündigung von Merz ist aus mehreren Gründen von Bedeutung. Zum einen signalisiert sie eine klare wirtschaftspolitische Prioritätensetzung. Deutschland leidet unter vergleichsweise hohen Energiepreisen, die insbesondere die energieintensive Industrie belasten. Eine Senkung der Stromsteuer könnte dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu verbessern und Anreize für Investitionen zu schaffen. Zum anderen wäre die Entlastung für private Haushalte ein spürbarer Beitrag zur Kaufkraftsteigerung, nachdem die Inflation in den vergangenen Jahren die Realeinkommen vieler Bürgerinnen und Bürger belastet hat.

Allerdings stellt sich die Frage der Gegenfinanzierung. Die Einnahmen aus der Stromsteuer fließen in den Bundeshaushalt und dienen unter anderem der Finanzierung der Rentenversicherung. Eine Absenkung würde also Mindereinnahmen bedeuten, die durch andere Maßnahmen oder Umschichtungen ausgeglichen werden müssten. Wirtschaftswissenschaftlich wird die Stromsteuer häufig kritisiert, weil sie den Strompreis künstlich verteuert und damit klimapolitisch kontraproduktiv wirkt: Sie bestraft die Elektrifizierung und erschwert die Umstellung auf erneuerbare Energien. Eine Senkung könnte daher auch als klimapolitisches Signal verstanden werden.

In der politischen Landschaft Deutschlands dürfte die Ankündigung unterschiedlich aufgenommen werden. Die Union sieht darin einen Kernpunkt ihrer Agenda zur Wiederbelebung der Wirtschaft. Die oppositionellen Parteien und insbesondere die Grünen hatten in der Vergangenheit ebenfalls Forderungen nach einer Reform der Strompreisbestandteile erhoben, allerdings häufig verbunden mit einer stärkeren Belastung des CO2-Ausstoßes über den Emissionshandel. Eine isolierte Senkung der Stromsteuer ohne begleitende Maßnahmen könnte daher von Teilen der politischen Linken kritisiert werden, während Wirtschaftsverbände die Ankündigung wohl begrüßen dürften.

International wird die Entscheidung mit Spannung beobachtet. Deutschland ist die größte Volkswirtschaft Europas, und die deutsche Energiepolitik hat Auswirkungen auf den gesamten europäischen Binnenmarkt. Eine Senkung der Stromsteuer könnte den Druck auf andere EU-Staaten erhöhen, ihre Energieabgaben ebenfalls zu überdenken, um innerhalb des Binnenmarkts wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie könnte aber auch als Teil einer nationalistischeren Wirtschaftspolitik interpretiert werden, die auf Kosten der europäischen Solidarität geht, etwa wenn sie mit einer stärkeren Subventionierung heimischer Industrien einherginge.

**Fontes**

Die Informationen zu dieser Meldung basieren auf den öffentlichen Äußerungen von Friedrich Merz im Deutschland-Liveblog sowie auf allgemein zugänglichen Daten zur Stromsteuer in Deutschland. Die genannten Steuersätze entsprechen den zuletzt veröffentlichten gesetzlichen Regelungen. Weitere wirtschaftliche Einordnungen stützen sich auf veröffentlichte Positionen von Wirtschaftsverbänden und publizierte Analysen zur Energiepolitik.

Renan Filho
Sobre o autor
Renan Filho
Editor-Chefe do FORTIS News

Editor-chefe do FORTIS News. Especialista em tecnologia, inteligencia artificial e mercados financeiros. Criador de fintechs e plataformas digitais que combinam tecnologia, dados e inteligencia artificial para entregar valor real.