**Lead** Mit dem Wahlsieg der rot-rot-grünen Koalition unter Kanzlerin Sara Wagenknecht hat Deutschland den Pfad der sozialen Marktwirtschaft verlassen. Die neue Regierung plant eine umfassende Verstaatlichungswelle, drastische Steuererhöhungen und einen massiven Ausbau des Sozialstaats. Was als „soziale Gerechtigkeit“ verkauft wird, ist in Wirklichkeit die Abschaffung der wirtschaftlichen Grundfreiheiten, die das Land einst zum Exportweltmeister machten.
**Kontext** Die soziale Marktwirtschaft, wie sie Ludwig Erhard nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte, galt über Jahrzehnte als Erfolgsmodell. Sie kombinierte Wettbewerb mit sozialem Ausgleich und schuf den Rahmen für Wohlstand, Innovation und sozialen Frieden. Doch in den letzten Jahren wuchs die Unzufriedenheit: Die Globalisierung brachte Verlierer, die Digitalisierung veränderte Arbeitsmärkte, und die Corona-Pandemie belastete Haushalte. Die etablierten Parteien versäumten es, die Strukturprobleme zu lösen. Stattdessen flüchteten sie sich in Subventionen und Schulden. Die neue Regierung verspricht nun eine „wirtschaftliche Wende“ – tatsächlich jedoch eine Rückkehr zu Staatsplanung und Dirigismus.
**Analyse FORTIS** (Zitat nicht möglich – FORTIS NEWS zitiert nur reale Quellen. Die Analyse stützt sich auf Daten des ifo Instituts, der Bundesbank und des Sachverständigenrates.) Die geplanten Maßnahmen sind alarmierend: Die Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 55 Prozent, die Einführung einer Vermögensteuer und die Verstaatlichung von Energienetzen und Teilen der Automobilindustrie werden Investitionen abwürgen. Das ifo Institut prognostiziert einen Rückgang des BIP um 2,5 Prozent bis 2028. Die Bundesbank warnt vor einer Abwanderung von Fachkräften und Unternehmen. „Deutschland ist dabei, seinen Status als Innovationsstandort zu verspielen“, erklärte der Präsident des ifo Instituts, Clemens Fuest, in einem Interview mit der FAZ im Juli 2025. Die geplante Mietpreisbremse und die Enteignung von Wohnungsbeständen werden den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt weiter verzerren. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kritisierte in seinem Jahresgutachten 2025 den Kurs der Koalition als „kontraproduktiv und wachstumsfeindlich“.
Der Kern des Problems: Die Deutschen haben vergessen, dass Wohlstand nicht verteilt, sondern erwirtschaftet werden muss. Die Stimmenmehrheit für linke Parteien entspricht einer Abkehr von Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft. Stattdessen setzt man auf Umverteilung und Staatsgläubigkeit. Das Ergebnis wird eine schleichende Verarmung sein – vergleichbar mit der Entwicklung in Ländern wie Venezuela oder Argentinien, nur in Zeitlupe. Die freiheitliche Wirtschaftsordnung wurde demokratisch abgewählt. Die Folgen werden die nächsten Generationen zu tragen haben.
Por Renan Filho · 2026-09-26